Quelle: Istock

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Altersvorsorge-Studie zeigt sinkende Risikobereitschaft

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62 Prozent der unter 40-Jährigen wollen sich noch um ihre Altersvorsorge kümmern, da sie mit ihren bisherigen Maßnahmen nicht zufrieden sind. In der Gruppe der 40- bis 49-Jährigen hat rund die Hälfte (52 Prozent) noch Vorsorgebedarf. Selbst bei den 50- bis 59-Jährigen hat mehr als ein Drittel (35 Prozent) noch nicht ausreichend für den Ruhestand vorgesorgt. Als beste Form der Altersvorsorge bezeichnet ein Drittel der Deutschen private Renten- oder Lebensversicherungen. Der Sicherheitsaspekt steht dabei für über die Hälfte der Befragten im Vordergrund. Renditeorientierte Anlagen wie Aktienfonds verlieren hingegen zunehmend an Akzeptanz: Nur noch jeder Fünfte bevorzugt diese Anlageform für eine Aufbesserung der gesetzlichen Rente. Die höchste Akzeptanz finden renditeorientierte Anlagen bei den 20- bis 29-Jährigen (31 Prozent). Je näher das Rentenalter heranrückt, desto konservativer geben sich die Anleger: Lediglich 16 Prozent der 50- bis 59-Jährigen beziehen Aktienfonds in ihre Altersvorsorge mit ein. Generell zeigen sich Frauen noch zurückhaltender als Männer, wenn es um kursabhängige Anlagen in der Altersvorsorge geht. Auch die Zurückhaltung der Deutschen, bei Geldanlagen zugunsten einer höheren Rendite auch ein gewisses Risiko einzugehen, hat sich gegenüber dem Vorjahr verstärkt. Lediglich 35 Prozent der Deutschen akzeptieren bei der Geldanlage ein gewisses Risiko. Im Vorjahr waren es noch 38 Prozent. Gerade traditionell risikobereitere Bevölkerungsgruppen wie Besserverdiener mit einem Nettoeinkommen von 2.500 Euro und mehr sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückhaltender (42 Prozent; Vorjahr: 58 Prozent). „Dass die Deutschen kein Volk von Aktionären sind, zeigt sich besonders deutlich in Zeiten des Abschwungs“ Insgesamt hat das Vertrauen der Deutschen in Fonds und Einzelaktien erheblich nachgelassen. „Dass die Deutschen kein Volk von Aktionären sind, zeigt sich besonders deutlich in Zeiten des Abschwungs“, meinen die Forscher. Beide Investmentformen - es wurde nicht zwischen Aktien- und Rentenfonds unterschieden – sind nur noch für jeden vierten Bundesbürger (25 Prozent) Bestandteil einer guten Geldanlage. Im vergangenen Jahr hatte noch jeder dritte Deutsche (33 Prozent) diese Ansicht vertreten. Besonders stark sank die Zustimmung bei Anlegern mit einem Einkommen von 2.500 Euro und mehr pro Monat - von 55 auf 45 Prozent. Zum größten Vertrauensverlust kam es ausgerechnet im Kreis der Investoren, die selbst Aktien besitzen (Rückgang von 72 auf 54 Prozent). Bei der im April 2009 durchgeführten Studie wurden insgesamt rund 2.200 repräsentativ ausgewählte Deutsche befragt.

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