Transparenz und Kosten wichtiger als Rendite
Die Quirion-Umfrage gibt auch Aufschluss darüber, was Interessenten vom neuen Produkt erwarten: Für 59 Prozent der Befragten sind transparente und verständliche Produktinformationen das wichtigste Kriterium, niedrige Gebühren folgen mit 55 Prozent auf Platz zwei, klare Auszahlungsregeln mit 54 Prozent auf Platz drei. Eine attraktive Rendite landet erst auf Rang vier (48 Prozent). Nachhaltigkeit spielt mit 11 Prozent kaum eine Rolle.
Abschlussbereit sind laut Quirion vor allem 16- bis 40-Jährige sowie Personen, die bereits privat vorsorgen. Als bevorzugte Anbieter werden Banken und Neobroker beziehungsweise digitale Vermögensverwalter (je 46 Prozent) leicht vor staatlichen Trägern (44 Prozent) und Versicherungen (40 Prozent) genannt. Im Schnitt planen AVD-Interessierte monatliche Einzahlungen von 181 Euro – mit deutlichem Geschlechterunterschied: Männer wollen 223 Euro einzahlen, Frauen 124 Euro.
„Bei der Riester-Rente haben die strukturellen Vorgaben die Renditechancen massiv eingeschränkt und die Produkte teuer gemacht“, kommentiert Matthias Lamberti, Chief Innovation & Product Manager bei Quirion.
Zusätzliches Potenzial bei Nicht-Riester-Kunden
„Das Altersvorsorgereformgesetz soll die private Altersvorsorge attraktiver machen. Zumindest in bestimmten Zielgruppen ist das auch gelungen, vor allem durch die neue Option kapitalmarktnaher Geldanlagen", fasst Oliver Gaedeke, Gründer und Geschäftsführer von Sirius Campus, zusammen.
Methodischer Hinweis
Die Sirius Campus-Erhebung wurde vom Vorsorgespezialisten Aeiforia unterstützt, die Quirion-Umfrage von Quirion selbst in Auftrag gegeben. Beide Untersuchungen basieren auf Selbstauskünften der Befragten; tatsächliche Wechsel- und Abschlussquoten ab 2027 können abweichen. Die hochgerechneten Kapitalabflüsse von Sirius Campus beruhen auf den Angaben der bereits fest Entschiedenen und sind daher als Obergrenze zu interpretieren.