Amundi-Deutschland-Chefin Evi Vogl im Interview „Die Zukunft gehört den Lösungsanbietern“

Evi Vogl leitet das Deutschland-Geschäft von Amundi, des größten Asset Managers Europas, seit dessen Übernahme von Pioneer Investments im Sommer 2017. | © Amundi

Evi Vogl leitet das Deutschland-Geschäft von Amundi, des größten Asset Managers Europas, seit dessen Übernahme von Pioneer Investments im Sommer 2017. Foto: Amundi

DAS INVESTMENT: Amundi gehört mittlerweile zu den weltweit zehn größten Asset Managern. Größe oder Spezialisierung – geht es ohne das nicht mehr?

Evi Vogl: Genau das zeigt sich seit geraumer Zeit. Die Größten sind in der Lage, weiter Vermögen aufzubauen, Kosten zu senken und in Wachstum zu investieren. Kleinere Manager punkten dagegen mit spezialisierten Produkten und können dafür auch entsprechende Margen verlangen. Für Anbieter im Mittelfeld indes wird es zunehmend schwieriger, sich zu differenzieren.

Amundi übernahm im Sommer 2017 Pioneer Investments, eine Tochter der Unicredit. Wo ergänzte man sich?

Amundi ist primär auf Wachstum ausgelegt. Die Übernahme von Pioneer war ein sehr strategischer Schritt und bot sich aufgrund der komplementären regionalen Aufstellung und des Produktangebots an.

Was haben Anleger davon?

Ich denke, für unsere Kunden ist es gut zu wissen, dass sie als Partner Europas Nummer 1 im Asset Management an ihrer Seite haben. Das ermöglicht die Planung und Gestaltung nachhaltiger Partnerschaften. Unser Haus verfügt über eine starke Produktpalette und ist in der Lage, maßgeschneiderte Lösungen anzubieten – und das sowohl im aktiven als auch im passiven Bereich.

Ihre Standortbestimmung für Deutschland?

Amundi und Pioneer verwalteten zum Jahresbeginn 2017 für Kunden aus Deutschland ein Vermögen von rund 36 Milliarden Euro. In den vergangenen zwölf Monaten kamen über 10 Milliarden Euro dazu. Dies zeigt die Dynamik, mit der wir im deutschen Markt unterwegs sind. Deutschland ist der europäische Wachstumsmarkt für Amundi. Darum auch das klare Bekenntnis, dass wir die deutsche Kapitalverwaltungsgesellschaft behalten und mit eigenen Portfoliomanagern vor Ort vertreten sind.