Pascal Blanqué, Vincent MortierLesedauer: 2 Minuten

Amundi-Investmentchefs „Die Regulation von Asset Managern hinkt hinterher“

Flaggen vor dem britischen Parlament in London: Ereignisse, wie der Brexit, können zu Liquiditätsengpässen führen, sagen die Amundi-Investmentchefs.
Flaggen vor dem britischen Parlament in London: Ereignisse, wie der Brexit, können zu Liquiditätsengpässen führen, sagen die Amundi-Investmentchefs. | Foto: Getty Images
Pascal Blanqué
Bild: Alexandre Guirkinger

Einige prominente Fonds-Aussetzungen haben die Aufmerksamkeit zurück auf die Kapitalmarktliquidität und die Fähigkeit von Fonds gelenkt, ihren Rückzahlungsverpflichtungen gerecht zu werden. Trotz einer insgesamt ausreichenden Liquidität, gibt es einige Belastungsfaktoren, die sich im Fall eines erheblichen Wirtschaftsabschwungs, einer Rezession oder eines Volatilitätsanstiegs ausweiten können.

Einige Märkte sind sehr anfällig für Liquiditätsengpässe – beispielsweise wegen ihrer Abhängigkeit von ausländischen Kapitalflüssen oder wegen der Konzentration auf Transaktionen, bei denen das Risiko eines Preiseffekts hoch ist, wenn diese nicht schnell ausgeführt werden. Zudem können außergewöhnliche Ereignisse, wie der Brexit, die Marktliquidität beeinträchtigen.

Vincent Mortier
Bild: Amundi

Was Fondsmanager in Krisensituationen tun können

Finanzaufsichtsbehörden stellen an Asset Manager Liquiditätsanforderungen, um entsprechende Krisen einzudämmen. Die Maßnahmen stehen allerdings erst am Anfang und sind auszubauen. Seit der globalen Finanzkrise hinkt die Regulation von Asset Managern gegenüber der von Banken hinterher.

Asset Manager können sowohl standardmäßig als auch in Krisensituationen diverse Maßnahmen durchführen. Dazu zählen die Liquiditätsüberwachung, das Monitoren schwingender Fondspreise (Swing Pricing), das Halten von Liquiditätspuffern und Prozesse für Liquiditätskrisensituationen.

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