Redaktion
TopThemen
Fonds
Fondsvergleich Märkte Finanzberatung
Versicherungen
Boulevard
Experten
Denker der Wirtschaft
Krypto
Services
Academy Newsletter

Themen-Experte
Aufbruch zum Wachstum

Themen-Experte
Aufbruch zum Wachstum

Shopper in New York: Für die USA erwartet Amundi zumindest in den nächsten 18 Monaten keine Rezession.  | © Getty Images

Amundi zur Marktentwicklung Optimismus hilft jetzt weiter

Nachdem Aktien und andere Risikoanlagen im Dezember mit überraschender Vehemenz aus den Portfolios verkauft wurden, haben sich die Werte in den ersten Wochen des Jahres erholt. Verstärkt wurde der Rebound durch eine marktfreundlichere Rhetorik der US-Notenbank und aufkommenden Optimismus hinsichtlich der Verhandlungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China.

Thomas Kruse, Investmentchef bei Amundi

Thomas Kruse, Investmentchef bei Amundi

Wir gehen davon aus, dass sich der begründete Optimismus der Anleger weiter verfestigen sollte. Insbesondere Schwellenländer, die im Zuge der Marktschwäche stark korrigiert haben, bergen für uns großes Potenzial. Unserer Meinung nach sollten Anleger mit einem disziplinierten Ansatz das Jahr 2019 angehen. Sie sollten aber auch Mut und Weitblick haben, um auf der Suche nach langfristigem Wert über den kurzfristigen Lärm hinauszuschauen.

Wir haben derzeit vier Bereiche genau im Blick:

  1. Konjunkturausblick: Es sind Anzeichen einer leichten Verlangsamung des globalen Wachstums erkennbar. Wir haben daher unsere Wachstumserwartungen für 2019 und 2020 in den USA gesenkt, weitere Revisionen sind möglich. Wir erwarten jedoch – zumindest in den nächsten 18 Monaten – keine Rezession. Die sich global gut entwickelnden Arbeitsmärkte sollten den privaten Konsum weiterhin stützen. Die Entwicklung der EU-Wirtschaft dürfte sich zwar verlangsamen, aber robust bleiben. Unterstützt wird die konjunkturelle Entwicklung in der Eurozone durch eine lockere Geldpolitik und eine gewisse Lockerung der Fiskalpolitik, wie bereits in Deutschland, Frankreich und Italien aus verschiedenen Gründen ersichtlich. China hat seine weiche Landung bisher gut bewältigt, die Regierung handelt sehr entschlossen. Die Schwellenländer zeigen insgesamt Anzeichen einer Stabilisierung.
  1. Geldpolitik: In ihrer Kommunikation scheint die US-Notenbank (Fed) inzwischen sensibler auf Marktvolatilität zu reagieren. Weil die Fed ihre Zinsstraffung im ersten Halbjahr 2019 voraussichtlich deutlich verlangsamt – wir erwarten nur noch eine Erhöhung im Jahr 2019 –, scheint der Aufwärtsdruck auf die Zinsen nachzulassen. Die Märkte dürften daher weiterhin unter dem Einfluss ausreichender Liquidität der Zentralbank stehen.
  1. Unternehmensgewinne: Hier könnten sich Hürden für Unternehmenspapiere auftun. Nach einem starken Anstieg in den vergangenen zwei Jahren wird das EPS-Wachstum 2019 voraussichtlich stark zurückgehen. Hintergrund sind eine Verlangsamung des globalen BIP-Wachstums, ein nachlassender Stimulus der US-Steuerreform sowie steigende Lohnkosten.
  1. Handelskonflikt: Fortschritte in der Bewältigung der Handelsstreitigkeiten sind offenbar greifbar, bedingt durch das schwächere Wachstum in China, das die USA in Mitleidenschaft zieht.

Unsere Anlageideen

Multi-Asset: Wir halten an unserer allgemeinen defensiven Haltung fest, erhöhen aber zugleich vorsichtig das Risiko-Exposure: Die risikoorientierten Anlagen dürften durch Chinas expansive Geld- und Fiskalpolitik unterstützt werden. Anleihen aus der Eurozone reizen uns aufgrund der grundsätzlich guten Fundamentaldaten und der zu Zukäufen einladenden charttechnischen Lage. Wir erhöhen unsere Duration in den USA.

Anleihen: Wir gehen davon aus, dass die aktuellen Unsicherheiten und die globale Wachstumsverlangsamung einen deutlichen Anstieg der Zinssätze begrenzen werden. Wir sehen vorrangig Chancen in Relative-Value-Strategien, die darauf setzen, Gewinne durch geringe Preisunterschiede bei einzelnen Wertpapieren zu erzielen. In den USA erhöhen wir die Duration bei Anleihen. In der Eurozone kaufen wir zu, um uns bei risikoorientierten Anlagen wieder breiter aufzustellen. Ebenso erscheinen uns US-Hochzinsanleihen zum jetzigen Zeitpunkt chancenreich.

Aktien: Unser Schwerpunkt liegt weiterhin auf steten Erträgen. Wir setzen auf Titel, die nicht nur auf kurze, sondern auch auf mittlere Sicht zu Recht einen Platz im Portfolio haben. Der Ausblick für die Gewinne von US-Unternehmen hat sich zwar abgeschwächt, verheißt aber immer noch gute Anlagechancen.

Soweit nicht anders angegeben, beruhen die hier enthaltenen Ansichten auf Recherchen, Berechnungen und Informationen von Amundi Asset Management und haben den Stand 15.01.2019. Diese Ansichten können sich jederzeit ändern, abhängig von wirtschaftlichen und anderen Rahmenbedingungen. Es gibt keine Gewähr, dass sich Länder, Märkte oder Branchen wie erwartet entwickeln werden. Diese Veröffentlichung ist kein Verkaufsprospekt und stellt kein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Anteilen in Ländern dar, in denen ein solches Angebot nicht rechtmäßig wäre. Außerdem stellt diese Veröffentlichung kein solches Angebot an Personen dar, an die es nach der jeweils anwendbaren Gesetzgebung nicht abgegeben werden darf. Amundi Deutschland GmbH ist ein Unternehmen der Amundi Gruppe.

nach oben