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Analyse der CSR-Berichte Versicherer berichten besser über Nachhaltigkeit

Kinderbetreuung in der Natur: Eine aktuelle Studie untersucht die Aktivitäten deutscher Versicherer in Sachen Nachhaltigkeit. Die Allianz hat darin beispielsweise mit einer „überdurchschnittlich guten Kinderbetreuung und Familienbeihilfe“ gut abgeschnitten. Nachhaltiges Wirtschaften spielt auch für junge Bewerber zunehmend eine Rolle bei der Stellensuche.
Kinderbetreuung in der Natur: Eine aktuelle Studie untersucht die Aktivitäten deutscher Versicherer in Sachen Nachhaltigkeit. Die Allianz hat darin beispielsweise mit einer „überdurchschnittlich guten Kinderbetreuung und Familienbeihilfe“ gut abgeschnitten. Nachhaltiges Wirtschaften spielt auch für junge Bewerber zunehmend eine Rolle bei der Stellensuche. | Foto: Tatiana Syrikova
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Carsten Zielke, Foto: Hilmes

In den vergangenen Wochen hat Carsten Zielke einen großen Teil seiner Arbeitszeit mit Suchen verbracht. Recherchiert hat der Geschäftsführer des Aachener Analysehauses Zielke Research Consult, wie Deutschlands Versicherer über ihr Engagement hinsichtlich ihrer sogenannten Corporate Social Responsibilty informieren.

Entsprechende Berichte müssen europaweit alle börsennotierten Gesellschaften und alle Finanzinstitute mit mehr als 500 Mitarbeitern gemäß der sogenannten CSR-Richtlinie seit 2018 vorlegen. Doch: „Es ist immer noch schwierig, die CSR-Berichte auf den Webseiten zu finden“, berichtet Branchenanalyst Zielke.

Nach dieser „sehr sehr frustrierenden“ Vorarbeiten habe Zielke aber Erfreuliches festgestellt: „Es ist zu erkennen, dass es besser wird.“ Denn in der Vorgängerstudie lag der Durchschnitt noch bei -1,8 Punkten, jetzt liegt er bei +0,3. Testsieger sind die Allianz mit 3,0 Punkten (Vorjahr 0,7) und die Debeka mit 2,0 (0,7).

Allianz und Debeka sind Testsieger

Denn die Allianz lege sehr detailliert und ausführlich dar, wie sie Kriterien für die Themen Environment, Social, Governance (ESG) bei ihrer Kapitalanlage berücksichtigt. Die Debeka hingegen habe ihren Ökostromanteil von 80 auf 100 Prozent erhöht und ergreife zudem „effektive Maßnahmen zur CO₂-Reduzierung.“

Nach wie vor schlecht zeigen sich laut Zielke dagegen die Versicherer VHV mit -2,3 Punkten (-2,3), der Volkswohl Bund mit -1,7 (-2,7) und die Stuttgarter Lebensversicherung mit -1,3 (-2,0). „Allerdings sind auch hier Verbesserungen erkennbar“, räumt der promovierte Versicherungsökonom lobend ein.

Insgesamt 41 Berichte haben Zielke und seine Mitarbeiter unter die Lupe genommen. Dabei legten sie den Schwerpunkt auf die Themen Soziales und Umwelt, zu welchem unter anderem Fragen zum CO₂,-Ausstoß gehört – sowohl intern als der in Anlagepolitik. Doch: „Leider sind viele Berichte noch zu unkonkret“, bemängelt Zielke.

Nachhaltigkeit gegen den Nachwuchsmangel

Schludern sollten Deutschlands Versicherer mit ihren Angaben zu Fragen der Nachhaltigkeit jedoch auch aus eigenem Interesse nicht. „Viele junge Leute informieren sich anhand der CSR-Berichte über die Unternehmen und entscheiden sich anhand der Nachhaltigkeitskriterien für ein bestimmtes Unternehmen“, sagt Zielke mit Blick auf den immer drängender werdenden Nachwuchsmangel in der Assekuranz.

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