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14 Metropolen und Mittelstädte in der Übersicht Kaufpreise steigen in einigen Städten wieder – Nürnberg und Leipzig liegen vorn

Wohnhäuser in Leipzig
Wohnhäuser in Leipzig: Die sächsische Stadt gehört zu den Großstädten mit den höchsten Preisanstiegen im zweiten Quartal des Jahres. | Foto: Imago Images / Westend61
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Die stark gestiegenen Bauzinsen haben den jahrzehntelangen Aufwärtstrend am Immobilienmarkt gestoppt. Auch in den beliebten Großstädten gingen die Kaufpreise zurück – mit Abschlägen von bis zu 1.000 Euro pro Quadratmeter. Neuen Zahlen des Portals Immowelt zufolge stabilisiert sich nun der Markt. Demnach sind die Angebotspreise für Bestandswohnungen zwischen April und Juni – im Vergleich zum Vorquartal – in fünf der 14 untersuchten Großstädte sogar wieder leicht gestiegen. In zwei Städten stagnierten die Preise, in sieben Städten gab es leichte Preisrückgänge.

„Die sich stabilisierenden Preise sind ein gutes Zeichen für den Immobilienmarkt, weil sie verdeutlichen, dass trotz schlechterer Rahmenbedingungen nach wie vor großes Interesse an Immobilieneigentum besteht”, sagt Immowelt-Chef Felix Kusch. Für Käufer, die Geld gespart hätten, biete das aktuelle Marktumfeld große Chancen, denn es seien wieder verstärkt Preisverhandlungen möglich. „Zudem ist das sichtbare Angebot auf Immobilienportalen und damit die Auswahl an Immobilien so groß wie lange nicht mehr“, so Kusch weiter.

Nichtsdestotrotz liege das Preisniveau weiterhin deutlich unter den Höchstwerten im vergangenen Jahr zum Höhepunkt des Immobilienbooms. So haben Bestandswohnungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in allen Städten deutlich an Wert verloren, heißt es von Immowelt. In der Spitze betrage das Minus sogar 10 Prozent.

Hamburg, München und Stuttgart: Leichter Anstieg nach Preisrückgang

Auch in Deutschlands Metropolen gab es im vergangenen Jahr Preisrückgänge. In München, der mit Abstand teuersten Stadt des Landes, gingen die Angebotspreise von Bestandswohnungen in den vergangenen drei Monaten mit 1 Prozent nun wieder leicht nach oben. Im Schnitt liegt der Quadratmeterpreis bei 8.575 Euro – und damit knapp 1.000 Euro unter der Höchstmarke von 9.517 Euro im April 2022. Damit erhöhen sich die Kaufpreise nach vier Quartalen mit Rückgängen erstmals wieder.

Ähnlich ist die Situation in Hamburg. Nach einem Plus um ebenfalls 1 Prozent müssen Käufer für den Quadratmeter in der Hansestadt im Durchschnitt 6.266 Euro zahlen. Damit liegt Hamburg auf Rang zwei der teuersten Städte – ist aber ebenfalls deutlich vom Topwert von 6.768 Euro aus dem vergangenen Jahr entfernt.

Auch in Stuttgart steigen die Kaufpreise seit Jahresbeginn wieder leicht. Für den Quadratmeter verlangen Verkäufer im Schnitt 5.190 Euro – 1 Prozent mehr als noch im April.

Leipzig und Nürnberg: Stärkster Preisanstieg im zweiten Quartal

Die Preisentwicklung in Leipzig gleicht Immowelt zufolge einem Zick-Zack-Kurs. Im zweiten Quartal gehört die sächsische Stadt zu den Städten mit dem stärksten Preisanstieg. So verteuerten sich Bestandswohnungen in den vergangenen drei Monaten um 2 Prozent auf 2.484 Euro pro Quadratmeter. Insgesamt liegen die Kaufpreise damit nur 3 Prozent unter dem Vorjahreswert.

 

Auch in Nürnberg zeigt die Preiskurve laut Auswertung mit 2 Prozent wieder nach oben. Im Schnitt kostet ein Quadratmeter Wohnfläche damit nun 3.789 Euro. Wie nachhaltig diese Entwicklung sei, bleibe aber abzuwarten, urteilt das Portal. Vielerorts schwankten die Preise aktuell deutlich.

Berlin und Düsseldorf: Stagnierende Kaufpreise

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In Berlin sind die Kaufpreise deutlich weniger eingebrochen als in anderen Städten. Im Jahresvergleich liegt der Rückgang bei etwa 3 Prozent. Im ersten Quartal zeichnete sich wieder ein leichtes Plus ab, zuletzt blieben die Preise stabil. Im Schnitt werden aktuell Quadratmeterpreise von 5.128 Euro verlangt.

Auch für Düsseldorf meldet Immowelt stabile Preise. So gab es zur Jahresmitte keine Veränderung. Aktuell beträgt der Kaufpreis für Bestandswohnungen im Mittel 4.664 Euro je Quadratmeter.

Frankfurt und Köln: Metropolen mit Minus

Der Abwärtstrend der Kaufpreise ist jedoch nicht in allen Metropolen gestoppt. In Frankfurt lag das Minus in den vergangenen drei Monaten – ebenso wie im Vorquartal – bei 2 Prozent. Innerhalb eines Jahres sind die Immobilienpreise laut Analyse sogar um 10 Prozent gesunken. Mit aktuell 5.809 Euro pro Quadratmeter liege der durchschnittliche Quadratmeterpreis aber nach wie vor auf Platz drei der größten Städte.

 

Auch in Köln setzt sich der Preisrückgang fort. Dort sind die Kaufpreise nun bereits das fünfte Quartal in Folge gesunken, heißt es. Das Minus lag bei 2 Prozent. Verkäufer verlangen derzeit für den Quadratmeter 4.913 Euro, im April waren es noch 4.997 Euro.

Hannover, Bremen, Essen, Dortmund und Dresden: Mittelstädte verzeichnen Rückgänge

Ein Auf und Ab bei den Kaufpreisen gab es jüngst auch in kleineren Großstädten wie Hannover. Im zweiten Quartal sind die Preise in der niedersächsischen Landeshauptstadt um 2 Prozent auf 3.468 Euro pro Quadratmeter gesunken. Ähnlich die Situation in Bremen: Dort gingen die Kaufpreise in den vergangenen drei Monaten ebenfalls um 2 Prozent auf 2.990 Euro zurück.

Sowohl in Essen als auch in Dortmund haben sich die Preise von Bestandswohnungen zu Jahresbeginn noch erhöht, sind nun aber wieder um 2 Prozent rückläufig. Beide Städte liegen auf einem Preislevel von knapp 2.700 Euro pro Quadratmeter.

In Dresden zeigen die Preise dagegen konstant nach unten – allmählich flache sich die Preiskurve jedoch ab. Zwischen April und Juni verzeichnete Immowelt einen Rückgang um 1 Prozent. Käufer müssen damit derzeit im Durchschnitt 2.604 Euro zahlen und damit 10 Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

Mietmarkt unter Druck: Preise ziehen stark an

Ein Grund für die sich stabilisierenden Preise dürfte der hohe Druck auf dem Mietmarkt sein. Mit den Bauzinsen zog auch die Nachfrage nach Mietwohnungen an, die Preise sind in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Einer aktuellen Auswertung des Portals Immoscout24 zufolge kletterten die Angebotsmieten für Bestandswohnungen im zweiten Quartal im Bundesdurchschnitt um 2,5 Prozent, im Neubau waren es 2,2 Prozent.

„Der Druck auf den Mietmarkt hält insbesondere in den Ballungsgebieten weiter an“, so Gesa Crockford, Geschäftsführerin von Immoscout24. Immer mehr Menschen seien daher gezwungen, außerhalb der Metropolen nach einer Mietwohnung zu suchen.

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