Foto: Fotolia

Foto: Fotolia

Analyse: Riester-Rente ist zu teuer und zu undurchsichtig

//
Trotz Förderung böten Riester-Renten daher oft weniger Leistung als eine ungeförderte Police. Bei den getesteten Modellfällen von Ökotest hatten Riester-Sparer zu Rentenbeginn bis zu 3.263 Euro weniger Garantiekapital und bis zu 14.373 Euro weniger an Gesamtkapital inklusive Überschuss auf ihrem Konto als bei einer ungeförderten Privatrente. Dabei wurden für beide Vertragsarten gleich lang laufende und gleich hohe Einzahlungen vorausgesetzt.

Auch die Rentenleistung sei magerer: In einem Vergleichsfall erhalte ein 35-jähriger Sparer, der bis zum 65. Lebensjahr jährlich 2.100 Euro auf seinen Vertrag fließen lasse, beim Riester-Vertrag fast 30 Euro weniger Garantierente und rund 45 Euro weniger bei der prognostizierten Rentenleistung (inklusive Überschüssen). Das mache pro Jahr 540 Euro weniger Rentenleistung oder – hochgerechnet auf eine Lebenserwartung von 93 Jahren – insgesamt 15.120 Euro weniger Leistung.

Versicherungs-Newsletter

 Versicherungs-Newsletter aktuelle Ausgabe
Aktuelle Ausgabe

Wie die Lebensversicherer Kunden halten wollen

Junge GKV-Kunden wollen in die PKV

>> kostenlos abonnieren

>> aktuelle Ausgabe

Der Grund laut Ökotest: Vor allem die Verwaltungskosten bei Riester-Renten seien in fast allen untersuchten Fällen höher als bei ungeförderten Policen. Für den Abschluss eines Riester-Vertrags seien oft auch höhere Provisionen fällig. Verbraucher könnten das aber nicht auf Anhieb erkennen. Denn die Kostenangaben bei Riester-Verträgen seien völlig intransparent. Vor allem verschwiegen die Anbieter oft, dass von den staatlichen Zulagen noch Abschluss- und Verwaltungskosten abgehen.

Mehr zum Thema
GDV zur Riester-Renten-Studie: „Methodischer Murks“
Jahresendspurt: Steuergeschenke sichern
Riester-Rente: Gefahr für die Wirtschaft
nach oben