Andrew Stanners im Interview „Emerging-Markets-Anleihen mit weniger Volatilität“

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Was ist dran an der Einschätzung, dass Schwellenländeranleihen zum Standardinvestment werden?

Stanners: Anleihen aus den Emerging Markets sollten unserer Ansicht nach ein wichtiger Portfolio-Baustein für breite Investorenkreise sein. Die Volkswirtschaften der Schwellenländer zeigen nach wie vor das weltweit höchste Wachstum und bieten Investoren interessante Anlagemöglichkeiten. Viele Schwellenländer verfolgen jetzt zudem eine solide Haushalts- und Geldpolitik. Und nicht zuletzt sollte man die Diversifikationsvorteile beachten: Emerging-Markets-Anleihen korrelieren vergleichsweise wenig mit entwickelten Märkten und Schwellenländeraktien.

Aber Anleger müssen dafür stärkere Nerven mitbringen als bei Anleihen aus den Industrieländern, oder?

Stanners: Anleihen aus den Schwellenländern bieten Potenzial für höhere Erträge. Gleichzeitig sind die Performance-Unterschiede innerhalb der Emerging Markets aber sehr groß. Und auch die Volatilität ist tendenziell höher. Deshalb lohnt es sich, einen aktiven Total-Return-Ansatz zu fahren. Wenn wir meinen, dass die Unsicherheiten und die Volatilität an den Märkten zunehmen, können wir im Total-Return-Fonds reagieren und dabei auch die Schwellenländer-Allokation reduzieren.

Ist das der wesentliche Unterschied Ihres Fonds zu anderen Produkten, die in Schwellenländeranleihen investieren?

Stanners: Ja. Unser Fonds eröffnet Investoren einen Zugang zu den langfristig potenziell hohen Erträgen von Schwellenländeranleihen, aber eben mit geringerer Volatilität als traditionelle Fonds. Aufgrund seines defensiveren Ansatzes sind Anleger in Zeiten erhöhter Unsicherheit mit unserem Fonds tendenziell besser aufgestellt.

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