Angst vor Wirtschaftskrise Institutionelle sehen schwarz für Renditen
Die Stimmung an den Finanzmärkten ist derzeit nicht gut. Hohe Schulden in den entwickelten Märkten und die Zinspolitik der Zentralbanken behindern das globale Wachstum. Institutionelle Anleger in Deutschland sind sich einig: Durchschnittliche jährliche Benchmark-Renditen werden auf absehbare Zeit niedriger ausfallen als ihre historischen Durchschnittswerte. Das geht aus der jüngsten Active Management Sentiment-Studie von MFS Investment Management hervor. Darin befragte der Vermögensverwalter 345 institutionelle Anleger und Dachfondsmanager weltweit, darunter auch 45 professioneller Anleger aus Deutschland.
86 Prozent dieser professionellen Anleger machen sich laut den Umfrageergebnissen sowohl über die Nullzinsen als auch über wachsende Staatsdefizite Sorgen. Sie haben daher auch ihre Erwartungen gedämpft, dass sie die historischen Renditen erreichen werden, auf denen ihre Ziele basieren. Nur die Hälfte der Befragten ist davon überzeugt, dass sie in den nächsten drei Jahren eine erwartete jährliche Rendite von sechs Prozent erzielen werden.
1.200% Rendite in 20 Jahren?
„Da Wachstumsprognosen im Allgemeinen niedriger sein werden als historische Durchschnittswerte, zeigen professionelle Anleger nur wenig Vertrauen in die Erfüllung ihrer Zielrenditen“, sagt Lars Detlefs, Geschäftsführer bei MFS. „Erwartete Renditen werden dazu verwendet, zukünftige Verbindlichkeiten für Pensionszahlungen, langfristige Sparziele und Anlageziele zu planen. In einer Situation niedrigen Wachstums ist die Generierung von Alpha kritisch für Anleger, um langfristige Bedürfnisse zu erfüllen.“