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China, das Land mit den meisten Internetnutzern: Vor allem globale Technologieunternehmen und chinesische Internetfirmen sollten Anleger derzeit in den Blick nehmen. | © imago images / Hans Lucas Foto: imago images / Hans Lucas

Anlagestrategie in Zeiten der Corona-Krise

Chinas Internet-Giganten sind jetzt einen Kauf wert

Derzeit dreht sich alles um das Corona-Virus – einen so raschen Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft gab es noch nie.

Worauf sollten Anleger jetzt besonders achten?

In den vergangenen Wochen haben die Finanzmärkte eine rekordverdächtige Volatilität gezeigt. Gleichzeitig ist eine Korrelation von Kursbewegungen zwischen verschiedensten Assetklassen, mit Ausnahme von US-Staatsanleihen, zu erkennen. Die bestehende Unsicherheit lässt die Märkte korrelieren – doch die Marktvolatilität dürfte sich deutlich verringern, sobald eine gewisse Klarheit über Dauer und Ausmaß der Corona-Pandemie vorliegt.

Für Anleger gilt: Die momentane Lage hat ihre Tücken, sollte jedoch nicht mit der Weltwirtschaftskrise von 1929 verglichen werden. Die Weltwirtschaftskrise verschärfte sich aufgrund einer restriktiven Geldpolitik, fehlgeleiteter fiskalischer Unterstützung, verstärkter Handelsbarrieren, Versuchen zur Reduzierung der Haushaltsausgaben und gesteigerter regulatorischer Bürden für die Banken und die Industrie. Anders heute: Die Zentralbanken und Regierungen handeln dieses Mal rasch und unmittelbar. 

Panikverkäufe verstärken den Effekt der Corona-Krise

Jüngst verkauften zahlreiche Anleger wahllos jegliche Assetklassen, um Liquidität zu schaffen. Das in Geldmarktfonds investierte Vermögen und die Kapitalzuflüsse zu diesen Anlagen bewegten sich auf Allzeithochs. Unternehmen müssen jetzt ihre Bilanzen stärken, um einen freien Fall ihrer Erträge und Cashflows zu schultern.

Fast alle Unternehmen können derzeit keine endgültigen Prognosen über ihre künftigen Gewinne abgeben. Die bestehenden Gewinnvorgaben für die nächsten beiden Quartale sind überhöht und müssen dementsprechend nach unten korrigiert werden. Anleger sollten sich gerade jetzt auf die Bewertung von Unternehmen konzentrieren – also den längerfristigen Ertragsausblick, die Bilanzstärke und die Qualität der Cashflows im Blick behalten.

Die niedrigeren Steigerungsraten beim Gewinn je Aktie werden den Kapitalzufluss in die Aktienmärkte negativ beeinflussen. Denn: Im Jahr 2019 machten Aktienrückkäufe durchschnittlich etwa 40 Prozent der Zuflüsse in den US-Aktienmarkt aus. Auch das Dividendenwachstum wird sich verlangsamen – in vielen Fällen dürfte es zu Dividendenkürzungen oder einem kompletten Streichen der Dividende kommen.

Schwellenländer als Investmentstrategie

Das Corona-Virus fungiert derzeit weltweit als Katalysator für eine Politik im Stil der „Modern Monetary Theory“: Es wird sich nicht um die Höhe der Haushaltsdefizite gesorgt. Die Gefahr dabei ist allerdings, dass die als vorübergehend gedachte Politik nach der Überwindung der Corona-Krise beibehalten werden könnte.

Wenn die Markterholung beginnt, dürften mit hoher Wahrscheinlichkeit die Steuern, einschließlich der Kapitalertragsteuern, erhöht werden. Anleger müssen dies besonders bei ihren nächsten Portfolioentscheidungen berücksichtigen.

In einer Welt, in der die Renditen von Anleihen bei oder gar unter null liegen, werden massive Staatsausgaben getätigt – eine deutliche Outperformance von Aktien ist zu erwarten. Insbesondere chinesische Aktien haben die Wertentwicklung vieler anderer Märkte in diesem Jahr übertroffen. Vor allem globale Technologieunternehmen und chinesische Internetfirmen dürften Anlegern chancenreiche Aussichten bieten, da diese Unternehmen ihre ohnehin schon gute Wettbewerbsfähigkeit ausbauen können.

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