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Besucher einer Jobmesse in Japan: Japans Regierungschef will das Rentenalter schrittweise auf 70 Jahre oder mehr anheben.  | © Getty Images

Anlagetrends China, Japan und Saudi-Arabien im Umbruch

China: Boom-Generation macht Feierabend

Die Generation, der China sein herausragendes Wachstum zu verdanken hat, steht kurz vor der Rente. Drei Jahrzehnte lang erntete China die Früchte einer großen, jungen und billigen Arbeitsbevölkerung. Doch die Ein-Kind-Politik der 70er-Jahre hat die demografische Entwicklung aus der Bahn geworfen. Heute wächst die chinesische Bevölkerung nach Angaben der Weltbank nur noch um 0,4 Prozent, das mittlere Alter liegt bei 37 Jahren und pro Frau werden nur noch 1,61 Kinder geboren.

Einzelkinder brauchen breite Schultern

Traditionell stützen sich Eltern in China bei der Altersversorgung auf ihre Kinder. Die Ein-Kind-Politik hat zur Folge, dass Millionen von Chinesen diese Verantwortung jetzt alleine tragen müssen. Selbst die recht hohen Ersparnisse chinesischer Haushalte dürften den meisten nicht zur Alterssicherung ausreichen. Indes steigen die Lebenshaltungskosten, sodass sich Haushalte immer stärker verschulden.

Die private Verschuldung in China steigt

Es wächst die Sorge, dass der viel gefeierte Aufstieg der chinesischen Konsumgesellschaft seinen Höhepunkt bereits erreicht hat. Die wachsende Beliebtheit von Billigprodukten wie Instant-Nudeln gilt als Hinweis darauf, dass der Konsum tendenziell wieder abgewertet wird.

Rentensystem geht am Krückstock

Das chinesische Rentensystem ist schlecht für die Alterung der Gesellschaft gerüstet und droht dadurch, das Wohlstandswachstum auszubremsen. Zwar plant die Regierung, das Rentenalter anzuheben, doch die drei Säulen des Rentensystems bröckeln längst.

Die erste Säule stellt die Grundsicherung dar. Sie besteht aus dem auf Provinzebene verwalteten Pensionsfonds. Einige Provinzen erwarten schon Defizite und erzielen obendrein noch schwache Renditen. Zudem lassen sich Rentenansprüche nicht übertragen, wenn Einzahler in eine andere Provinz umziehen.

Die zweite Säule ist die betriebliche Vorsorge, die dritte Säule die private. Beide werden jedoch nur selten genutzt. Obwohl Steueranreize womöglich effektiver wären, setzt man hier vor allem darauf, das Bewusstsein für die Bedeutung einer privaten Vorsorge zu steigern.

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