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in KonjunkturLesedauer: 2 Minuten

Trotz hoher Zinsen Anleger rechnen mit steigendem Goldpreis

Gold-Verkauf
Gold-Verkauf: Der starke US-Dollar und die steigenden Zinsen setzen den Preis des Edelmetalls unter Druck. | Foto: Pixabay

Der starke US-Dollar und die steigenden Zinsen belasten den Goldkurs. In der vergangenen Woche sank der Preis für eine Feinunze zwischenzeitlich auf weniger als 1.700 US-Dollar – der tiefste Stand seit fast einem Jahr. Für die kommenden Monate rechnen Gold-Anleger dennoch mit einer positiven Entwicklung, zeigt eine Umfrage von Bullionvault. So erwarten 72 Prozent der 778 befragten Kunden des Online-Anbieters von Edelmetallen einen Anstieg des Goldpreises bis Jahresende – etwa 50 Prozent gehen von einem Plus von 10 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs aus, die übrigen 22 Prozent prognostizieren eine Preissteigerung von mindestens 20 Prozent. Mit einem sinkenden Goldpreis rechnen der Umfrage zufolge dagegen 11 Prozent, 17 Prozent erwarten keine Veränderung.

Die Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertung ist dabei für knapp 40 Prozent der Befragten ein Hauptgrund, um Gold zu kaufen. Ein Drittel gibt an, mit dem Edelmetall das Portfolio diversifizieren zu wollen. Noch 15 Prozent nennen die aktuellen Wirtschaftsaussichten als Grund für den Goldkauf. Den größten Einfluss auf den Goldpreis hat nach Einschätzung der Anleger die aktuelle Geldpolitik der Zentralbanken, gefolgt von Geopolitik und Inflation.

 

„Höhere Zinssätze sind ein starker Gegenwind für Goldinvestitionen, da das Edelmetall keine Erträge abwirft“, sagt Adrian Ash, bei Bullionvault für Research zuständig. Die Realzinsen für US- und Euro-Anleger seien aber weiterhin negativ, Bargeldersparnisse weniger wert. Dadurch seien Edelmetalle weiterhin gefragt. Zudem entwickele sich der Goldpreis in der Regel gut, wenn die Aktienmärkte schlecht abschneiden, so Ash weiter.

Viele können angesichts der hohen Inflation kein Geld mehr anlegen

Die hohe Inflationsrate führt laut der Befragung dazu, dass etwa ein Drittel der Anleger Investitionen zurückschraubt. Immerhin 6 Prozent geben an, deshalb derzeit kein Geld investieren zu können. Fast 13 Prozent sind auf ihre Ersparnisse angewiesen, um die hohen Lebenshaltungskosten zu decken. Die Umfrage zeige, „dass die Inflation nicht nur den heutigen Lebensstandard der Menschen beeinträchtigt, sondern auch ihr zukünftiges finanzielles Wohlergehen, da sie Sparmaßnahmen für die Zukunft einschränkt oder sogar ganz verhindert“, so Ash.

Über die Umfrage:
Bullionvault befragt seine Kunden seit Dezember 2014 alle sechs Monate zu aktuellen Marktentwicklungen. An der E-Mail-Umfrage zur Jahresmitte nahmen vom 4. bis 18. Juli 2022 insgesamt 778 Anleger teil. Der Online-Anbieter von Edelmetallen hat den Angaben zufolge Kunden in 175 Ländern weltweit – etwa neun von zehn kommen aus Westeuropa oder Nordamerika.

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