Arzt in den USA lässt sich gegen das Corona-Virus impfen Foto: imago images / ZUMA Press

Consorsbank wertet Kundendepots aus

Anleger schlagen Dax und Dow und kaufen Wirecard

Das Börsenjahr 2020 war nicht ganz einfach. Zunächst gingen Anleger optimistisch an die Sache. Von den Roaring Twenties, den stürmischen Zwanzigern war gar die Rede. Dann ließ das Corona-Virus alles erst einmal kräftig im wahrscheinlich schnellsten Crash der bisherigen Börsengeschichte zusammenklappen. Anschließend ersäuften die Notenbanken alle Sorgen irgendwie im Geld, und jetzt sorgen Corona-Impfstoffe gar für einige Euphorie.

Die Direktbank Consors hat jetzt nachgesehen, wie sich rund 1,5 Millionen Anlagekunden in der Zeit von Jahresanfang bis Ende November verhalten haben.

Die Antwort lautet: gar nicht so übel. Mit einem durchschnittlichen Gewinn von 3,6 Prozent in den Wertpapierdepots lassen sie die Aktienindizes Dax (plus 0,5 Prozent) und Dow Jones (plus 3,5 Prozent) hinter sich, meldet die Bank. Allerdings blieben sie hinter dem MSCI World (plus 9,3 Prozent) zurück. Kein Wunder, stehen bei dem doch die Börsenstars Alphabet, Facebook und Amazon hoch gewichtet in den Top 5, im Dow Jones Index fehlen sie.

Bemerkenswert ist die Amplitude in den Kundendepots. So starteten sie mit einem durchschnittlichen Wert von 44.386 Euro ins neue Jahr, gaben im ersten Quartal auf 35.485 Euro nach, um Ende November bei 46.085 Euro zu stehen.

Bei den Einzelaktien griffen die Consors-Kunden jedoch bei der Spitzenposition ziemlich daneben. Denn die mit Abstand meisten Käufe und auch das höchste Kaufvolumen verzeichnete der Pleite-Wert Wirecard. Immerhin gehören die darauf folgenden Kauf-Lieblinge zu den Börsengewinnern.

Mehr zum Thema
KlimaschutzLyxor berechnet Temperaturen von Indizes Mit Blockchain-TechnologiePalladium-Fonds startet 4 ETCs „Anlegerinteresse unzureichend“Vanguard schließt fünf Fonds