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Michael Viehmann (Gastautor )Lesedauer: 4 Minuten

Sauren-Vorstand zum ESG-Trend Vorsicht bei grünen Investionen

Personen bei einem Herbstspaziergang
Personen bei einem Herbstspaziergang: Anleger achten vermehrt auf Umwelt und Nachhaltigkeit, bei ihren Investitionen sollten sie aber lieber zwei Mal hinsehen | Foto: Pixabay / S. Hermann und F. Richter

Ein kleines Beben geht durch die Presse, als einer prominenten deutschen Fondsgesellschaft von einer ehemaligen Mitarbeiterin vorgeworfen wird, die nachhaltigen Aktivitäten der Fonds in der Öffentlichkeit übertrieben positiv dargestellt zu haben. Der Vorwurf des Greenwashings steht im Raum. Untersuchungen der Sec und der deutschen Finanzaufsicht Bafin sind die Folge.

Greenwashing ist laut Wikipedia „eine kritische Bezeichnung für PR-Methoden, die darauf zielen, einem Unternehmen in der Öffentlichkeit ein umweltfreundliches und verantwortungsbewusstes Image zu verleihen, ohne dass es dafür eine hinreichende Grundlage gibt“.

Meint hier: Anleger werden in die Irre geführt. Ihnen wird fälschlicherweise suggeriert, dass ihr Geld nachhaltig investiert ist. Vermeintlich – muss man im vorliegenden Fall sagen. Denn das Verständnis von nachhaltigem Investieren ist immer noch sehr unterschiedlich.

Für Anleger empfiehlt es sich bei nachhaltiger Geldanlage, besonders genau hinzusehen und sich nicht von PR blenden zu lassen. Ist das, was man bekommt, auch das, was man meint zu bekommen? Da ist es doch gut, dass man in Green Bonds investieren kann – seit September 2020 sogar in die der Bundesrepublik Deutschland. Dort ist die Sache doch klar, oder?

Zur Einordnung: Green Bonds entstanden bereits im Jahr 2007. Es handelte sich lange Zeit um einen kleinen Nischenmarkt. Inzwischen ist er weltweit auf ein respektables Volumen von fast 1.000 Milliarden Euro angewachsen.

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