Anleger-Studie: Alt, aber nicht weise

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Deutschland wird älter – und wenn es nach einigen Anlegern und ihren Beratern geht, sogar sehr alt. Anders lässt es sich nicht erklären, dass laut der aktuellen Feri-Gesamtmarktstudie gut ein Fünftel der Anleger, die in geschlossene Fonds investieren, über 70 Jahre alt sind. Und immerhin 43,5 Prozent sind über 60. SfA kritisiert diese Anlagepraxis scharf: Sie sieht die Schuld bei den beratenden Banken, Sparkassen, Fondsgesellschaften und Anlagevermittlern, die ihre Kunden nicht richtig über die Risiken und Kosten aufklären.

Für die Altersvorsorge von älteren Menschen sei ein langfristiger, geschlossener Fonds denkbar ungeeignet, so Angelika Jackwerth, Geschäftsführerin der SfA in Bremen. Falls die Anleger – oder ihre Erben – vor dem Ausschüttungstermin das Geld benötigten, müssten sie hohe Abschläge in Kauf nehmen.

Insgesamt legten Anleger im vergangenen Jahr 5,75 Milliarden Euro in geschlossene Fonds an. 1,173 Milliarden steuerten Über-70-Jährige bei.

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