Berlin bei Nacht: Deutsche Anleger halten die Bundesrepublik für die sicherste Anlageregion de rWelt. Quelle: Fotolia

Berlin bei Nacht: Deutsche Anleger halten die Bundesrepublik für die sicherste Anlageregion de rWelt. Quelle: Fotolia

Anleger-Studie: Deutschland ist am sichersten

Laut einer Studie von Goldman Sachs Asset Management (GSAM) rangiert Deutschland ganz oben in der Liste der sichersten Anlageregionen. 33 Prozent der Befragten stufen die Bundesrepublik als den sichersten Wirtschaftsraum der Welt ein, dicht gefolgt von der Schweiz (31,7 Prozent). Auf dem dritten Rang folgt mit Abstand China (12,1 Prozent), die die befragten Anleger für sogar sicherer als Schweden (6,1 Prozent) und die USA (4,4 Prozent) halten.

Ganz anders sieht es bei der Währung aus: Hier liegt der Schweizer Franken, den 47,2 Prozent als die stärkste Währung bezeichnen, vorne. Es folgen mit Abstand der Euro (25,2 Prozent), der US-Dollar (12,7 Prozent) und die Schwedische Krone (5,2 Prozent).

Doch anscheinend kommt es deutschen Anlegern nicht nur auf die Sicherheit an. Obwohl ein Drittel der Befragten Deutschland für die sicherste Anlageregion hält, hat nicht einmal jeder zehnte (9,2 Prozent) vor, in den nächsten zwölf Monaten weitere deutsche Finanzprodukte zu kaufen. Bei Finanzanlagen aus anderen europäischen Ländern liegt dieser Anteil sogar bei 5,6 Prozent.

Die Marktvolatilität der letzten Jahre hat sich auf die Risikobereitschaft deutscher Anleger ausgewirkt, so ein weiteres Studienergebnis. So meinen 66 Prozent der befragten Anleger, dass Aktien mittlerweile riskanter geworden sind als vor einigen Jahren. Bei Anleihen liegt dieser Anteil bei 60, bei alternativen Anlagen wie Hedgefonds und Private Equity bei 58 Prozent.

Mehr als die Hälfte ist mit den Renditen zufrieden

Jeder zweite Umfrageteilnehmer geht davon aus, dass die Volatilität an den Märkten mindestens fünf weitere Jahre anhalten wird. Trotz dieser Einschätzung ist die Mehrheit der Befragten (55 Prozent) mit den Renditen auf ihre derzeitigen Geldanlagen zufrieden.

Bei ihren Anlageentscheidungen hören die meisten Studienteilnehmer auf ihren Bankberater (47,1 Prozent). 30,3 Prozent lassen sich von Wirtschaftsnachrichten in Online- und Print-Medien beeinflussen, 25,6 Prozent vertrauen auf Informationen des Finanzberaters. Die zurückliegende Wertentwicklung ist für 24 Prozent der Befragten das ausschlaggebende Kriterium für ihre Anlageentscheidungen.


Hintergrundinfo: Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid führte die Studie im Auftrag von GSAM durch. Dabei wurden rund 500 Personen befragt.

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