Jean Guido Servais

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Anleger-Studie: Pessimistisch, aber investitionsbereit

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„Einen solch dramatischen Stimmungseinbruch haben wir bisher noch nie verzeichnet, nicht einmal auf dem Höhepunkt der Finanzkrise“, so kommentiert Jean Guido Servais, Marketingdirektor bei J.P. Morgan die Ergebnisse der aktuellen Anleger-Studie. Denn während im März noch 51 Prozent der Privatanleger eine positive Entwicklung des deutschen Aktienmarktes für „sehr wahrscheinlich“ oder „wahrscheinlich“ hielten, sind es mittlerweile lediglich 23 Prozent.

36 Prozent hingegen gehen nicht von steigenden Börsenkursen in der nahen Zukunft aus. Damit kehrt sich das Verhältnis zwischen Optimisten und Pessimisten im Vergleich zu den vergangenen Monaten um: Zum ersten Mal seit Juni 2009 halten wieder mehr Anleger eine positive Entwicklung für unwahrscheinlich.

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Auf die Investmentbereitschaft wirkte sich der Börsen-Pessimismus indes kaum aus. Obwohl der Optimismuswert im Vergleich zum März um 27,7 Prozentpunkte absackte, ging die Bereitschaft, Finanzprodukte zu kaufen, aktuell nur um 2 Punkte auf 34,6 Prozent zurück.

Auch bei den Anlageformen zeigen sich die Anleger nicht vorsichtiger als sonst. Für die kommenden sechs Monate sind vor allem Investmentfonds gefragt: Mit einem Plus von 0,6 Punkten stieg ihr Anteil auf 14,1 Prozent. Damit liegen sie in der Anlegergunst derzeit ganz vorn. Sparbücher, die auf Rang zwei folgen, legten seit März lediglich 0,3 Prozent zu (13,1 Prozent). Tagesgeldkonten mussten sogar Einbußen von 1,8 Punkten auf 12,7 Prozent hinnehmen. Risikoreichere Investitionen in Aktien blieben dagegen auf dem gleichen Niveau wie im März (7,2 Prozent).

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