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Anleger-Studie: Pessimistisch und risikobereit

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Die Mehrheit der Deutschen geht dagegen von fallenden oder gleich bleibenden Aktienkursen aus. Nur noch 39 Prozent aller privaten Investoren rechnet damit, dass der Dax in den nächsten sechs Monaten steigen wird. Im November 2009 waren es noch 46, im August knapp 50 Prozent.

Dies ergab eine aktuelle Umfrage des TNS Infratest, die im Auftrag der DZ Bank durchgeführt wurde. Dabei wurden 1.131 Anleger in Deutschland befragt.

Frauen waren bereits im November recht pessimistisch

Vor allem die Männer haben ihre Markteinschätzung in den vergangenen drei Monaten geändert. So erwarten aktuell noch 43 Prozent der männlichen Anleger, dass der Dax in den kommenden sechs Monaten zulegen wird - 11 Prozentpunkte weniger als noch vor drei Monaten. Die Anlegerinnen waren hingegen bereits im November recht pessimistisch gewesen. Damals hatten lediglich 34 Prozent der Frauen steigende Kurse prognostiziert, aktuell ist es jede dritte Anlegerin.
Auf das Anlageverhalten hat die pessimistische Markteinschätzung jedoch keinen Einfluss: Die Risikobereitschaft ist genauso hoch wie im Herbst vergangenen Jahres. So würden aktuell 29 Prozent der Befragten ihr Geld in einen Aktienfonds stecken – gerade einmal ein Prozentpunkt weniger als im November 2009. Ein Direktinvestment in Aktien ist für 20 Prozent  (November: 18 Prozent) eine Option.

Die meisten Anleger (64 Prozent) würden sich allerdings immer noch für Tages- oder Festgeld entscheiden, wenngleich die Beliebtheit dieser Anlageklasse seit Monaten kontinuierlich sinkt. Vor einem Jahr - auf dem Höhepunkt der Finanzkrise - lag der Wert noch bei 76 Prozent.

Sprunghaft gestiegen ist hingegen das Interesse an Bundesschatzbriefen, die im Vergleich zum November 2009 um 7 Prozentpunkte auf 38 Prozent zulegen konnten. Auch Rentenfonds stoßen auf eine wachsende Zustimmung. Jeder dritte Anleger würde inzwischen ein solches Investment in Betracht ziehen.

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