Anleger-Studie: Verständliche Produkte sind besser als Beipackzettel

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Nur vier von zehn Privatkunden in Deutschland halten die bisher von den Banken bereitgestellten Informationen für hilfreich, um ihre Anlageentscheidungen treffen zu können. Dies geht aus einer Befragung im Auftrag des Verbandes der Sparda-Banken unter 1.800 repräsentativ ausgewählten Privatkunden hervor. Vor allem die über 40-Jährigen bemängeln die Info-Materialien ihrer Kreditinstitute.

Sieben von zehn Bankkunden glauben, dass die gesetzliche Einführung von einheitlichen Produktinformationsblättern ihre Anlageentscheidung erleichtern könnte. Diese Ansicht vertreten insbesondere Jüngere, 16- bis 30-Jährige sowie Befragte mit einem Haushaltsnettoeinkommen zwischen 2.500 und 3.500 Euro.

58 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass einheitliche Produktinformationsblätter dazu beitragen könnten, das Vertrauen in die Anlageberatung der Banken zu erhöhen. Noch wichtiger für die Vertrauensbildung sind allerdings verständliche Produkte, die von 63 Prozent der Umfrageteilnehmer genannt wurden. 22 Prozent halten die persönliche Beziehung zum Berater für entscheidender, um ihr Vertrauen in die Anlageberatung der Bank nachhaltig zu stärken.

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