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Neue Zahlen vom World Gold Council Anleger ziehen Kapital aus Gold-ETFs ab

Goldbarren der Nationalbank Tschechiens
Goldbarren der Nationalbank Tschechiens: Die Nachfrage nach Barren und Münzen zog im dritten Quartal an. | Foto: Imago Images / CTK Photo

Im dritten Quartal sank die Nachfrage nach Gold gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent, gegenüber dem vorangegangenen Quartal um 13 Prozent auf 831 Tonnen. Der Hauptgrund: Anleger zogen Kapital aus Gold-ETFs ab. Das geht aus einem Bericht des Verbands World Gold Council hervor. Die Nettoverkäufe bei Gold-ETFs betrugen demnach 27 Tonnen.

Goldnachfrage in Tonnen

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Die Käufe von Goldschmuck stiegen im Jahresvergleich um 33 Prozent auf 443 Tonnen. Barren und Münzen verzeichneten mit 262 Tonnen (plus 18 Prozent im Jahresvergleich) im dritten Quartal das fünfte Quartal in Folge einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Die Nachfrage nach Gold zur Verwendung in der Tech-Branche stieg im Jahresvergleich um 9 Prozent auf 84 Tonnen.

Louise Street, Analyst beim World Gold Council, sagt zu den Zahlen: „Die relativ moderaten Abflüsse aus goldbesicherten ETFs haben sich unverhältnismäßig stark auf die diesjährigen Zahlen ausgewirkt und überwiegen im Vergleich mit den positiven Entwicklungen in fast allen anderen Bereichen. Die Abflüsse sind als Teil eines größeren Bildes zu verstehen. Vor einem Jahr stürzten sich die Anleger scharenweise auf Gold, um sich gegen die Pandemie abzusichern. Davon profitierten insbesondere Gold-ETFs, die in den ersten drei Quartalen des Jahres 2020 mehr als 1.000 Tonnen zulegten. Auch wenn die Anleger im Bereich dieser ETFs in diesem Jahr Verkäufe getätigt haben, waren die Abflüsse im Vergleich dazu moderat.“

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