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Anlegerverhalten

Das sind die Favoriten der Ebase-Kunden im März

DAS INVESTMENT: Welche Trends zeichnen sich in der Depot-Analyse für März 2020 ab?

Kai Friedrich: Die auch an den globalen Kapitalmärkten sichtbaren Folgen der Corona-Krise haben im März deutliche Spuren im Fondshandel der ebase-Kunden hinterlassen. Im Februar hatten sich ja bereits entsprechende Tendenzen angekündigt und der März war, vor dem Hintergrund der zwischenzeitlichen Zuspitzung der Krise, noch um einiges intensiver. So hat das Handelsvolumen nochmals deutlich zugelegt und den höchsten Stand der letzten Jahre erreicht. Die ebase-Kunden haben 180 Prozent mehr gehandelt als im Monatsdurchschnitt des letzten Jahres. Dabei ist es aber wichtig zu betonen, dass die Kunden hier vielfach vergleichsweise besonnen reagiert haben und es sich nicht um „Panikverkäufe“ auf breiter Front handelte. Denn ungeachtet der extrem turbulenten Marktentwicklung lagen die Mittelabflüsse nur um 25 Prozent über den Mittelzuflüssen. Der Fundflow-Faktor, welcher das Verhältnis zwischen Nettomittelzuflüssen und -abflüssen zeigt, weist mit 0,75 dennoch den geringsten Wert der letzten Jahre, die von kontinuierlichen Mittelzuflüssen geprägt waren, auf.

Die B2B-Direktbank European Bank for Financial Services (Ebase) führt mehr als eine Million Kundendepots mit einem Volumen von insgesamt rund 36 Milliarden Euro. In einer exklusiven Kooperation liefert Ebase DAS INVESTMENT Daten zu Handelsaktivitäten und Mittelzuflüssen – sowohl zu Fondskategorien als auch auf Einzelfondsebene.

Handelsaktivität explodiert geradewegs

Die von den angeschlossenen Fondsberatern getätigten Umsätze mit aktiv gemanagten Fonds haben sich im März im Vergleich zum Vormonat fast verdoppelt. Das Handelsvolumen lag satte 180 Prozentpunkte über dem mittleren monatlichen Handelsvolumen des Vorjahres (100 Prozentpunkte zeigen eine durchschnittliche Handelsaktivität an).

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Wie haben sich die Anleger im März positioniert?

Friedrich: Zahlreiche Kunden haben sich im März defensiver positioniert, oftmals sicherlich auch, um in den letzten Jahren erzielte Gewinne mitzunehmen. Dementsprechend lag der Fundflow-Faktor bei Geldmarktfonds bei 12,5. Für jeden Euro der aus solchen Fonds abgezogen wurde, wurden folglich 12,50 neu angelegt. Im Gegensatz dazu überwogen sowohl bei Aktienfonds (Fundflow-Faktor: 0,72) als auch bei Mischfonds (Fundflow-Faktor: 0,48) die Mittelabflüsse die -zuflüsse deutlich. Gegen Ende des Monats, nach den starken Kursrückgängen davor, haben zahlreiche Kunden aber offenbar einen guten Zeitpunkt für den Wiedereinstieg in den Markt gesehen. In der Folge haben die Investitionen in offensivere Anlagen, wie bspw. Aktienfonds, bei einigen Kunden auch wieder zugenommen.

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