Anlegerverhalten

Das sind die Fonds-Lieblinge der Ebase-Kunden im August

DAS INVESTMENT: Herr Friedrich, welche Trends zeichnen beobachten Sie in der Depot-Analyse für August 2020?

Kai Friedrich: Auch im Hochsommer war die Nachfrage nach Investmentfonds, ungeachtet der Ferienzeit, bei den Ebase-Kunden groß. Mit der Erholung an den Märkten seit April wurden im fünften Monat in Folge deutlich mehr Fondsanteile gekauft als verkauft. Der Fundflow-Faktor, der das Verhältnis zwischen Nettomittelzuflüssen und -abflüssen zeigt, weist mit 1,36 einen eindeutig positiven Wert auf. Es wurden über ein Drittel mehr Fondsanteile gekauft als verkauft. Das Handelsvolumen war dagegen, wie bereits in den letzten Jahren im August, etwas geringer, lag aber mit 105 Prozent dennoch über dem Durchschnitt des letzten Jahres.

Die B2B-Direktbank European Bank for Financial Services (Ebase) führt mehr als eine Million Kundendepots mit einem Volumen von insgesamt rund 35 Milliarden Euro. In einer exklusiven Kooperation liefert Ebase DAS INVESTMENT Daten zu Handelsaktivitäten und Mittelzuflüssen – sowohl zu Fondskategorien als auch auf Einzelfondsebene.

Handelsaktivität gegenüber Juli leicht rückläufig

Die von den angeschlossenen Fondsberatern getätigten Umsätze mit aktiv gemanagten Fonds sind im August im Vergleich zum Vormonat leicht zurückgegangen. Im Vergleich zum mittleren monatlichen Handelsvolumen des Vorjahres (100 Prozentpunkte zeigen eine durchschnittliche Handelsaktivität an) lag das Handelsvolumen allerdings um 5 Prozent höher.

Ale Grafiken: Ebase

Wie haben sich die Anleger im August positioniert?

Friedich: Anders als in den letzten Monaten, als die Ebase-Kunden ihre Portfolien offensiver ausgerichtet haben und dabei vorwiegend in Aktien- und Mischfonds investierten, waren im August Fonds in allen Assetklassen gefragt. Am größten war die Nachfrage nach Mischfonds. Hier wurden 50 Prozent mehr Fondsanteile gekauft als verkauft (Fundflow-Faktor 1,50). Auch bei Aktienfonds überwogen die Käufe die Verkäufe, der Fundflow-Faktor lag bei 1,34. Dabei war die Nachfrage jedoch regional sehr unterschiedlich. Während Aktienfonds, die global oder aber in Asien sowie den USA anlegen, sehr gefragt waren, wurden Fonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland überwiegend verkauft.

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