Anlegerverhalten

Das sind die Fonds-Lieblinge der Ebase-Kunden im September

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DAS INVESTMENT: Herr Friedrich, welche Trends zeichnen sich in der Depot Analyse für September 2020 ab?

Kai Friedrich: Mit dem Ende der Sommerferien in nunmehr allen Bundesländern hat auch der Fondshandel der Ebase-Kunden wieder zugelegt. Mit 115 Prozent lag das Handelsvolumen deutlich über dem Durchschnitt des letzten Jahres sowie dem August-Niveau. Die Nachfrage nach Investmentfonds war dabei weiterhin groß. Der Fundflow-Faktor, welcher das Verhältnis zwischen Nettomittelzuflüssen und -abflüssen zeigt, weist mit 1,34 einen klar positiven Wert auf. Es wurden über ein Drittel mehr Fondsanteile gekauft als verkauft.

 Die B2B-Direktbank European Bank for Financial Services (Ebase) führt mehr als eine Million Kundendepots mit einem Volumen von insgesamt rund 35 Milliarden Euro. In einer exklusiven Kooperation liefert Ebase DAS INVESTMENT Daten zu Handelsaktivitäten und Mittelzuflüssen – sowohl zu Fondskategorien als auch auf Einzelfondsebene.

Alle Grafiken: Ebase

Wie haben sich die Anleger im September positioniert?

Friedrich: Der sich bereits im August abzeichnende Trend hin zu einer offensiveren Aufstellung der Portfolien der Ebase-Kunden hat sich auch im September fortgesetzt. Dabei waren im September vor allem Aktien- und Mischfonds gefragt. Bei Aktienfonds überstiegen die Käufe die Verkäufe fast um ein Viertel (Fundflow-Faktor 1,24), bei Mischfonds sogar um mehr als ein Drittel (Fundflow-Faktor 1,37). Sowohl bei Aktien- als auch bei Mischfonds waren dabei insbesondere Fonds mit einem weitweiten Anlageuniversum gefragt. Fonds, die dagegen nur in Deutschland investieren, wurden überwiegend verkauft.

 

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