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Straßenhändlerin in Indonesien: Schwellenländer erwirtschaften 40 Prozent des globalen Bruttoinlandprodukts. | © Getty Images

Anleihen aus Schwellenländern Ein Drahtseilakt zwischen Rendite und Totalausfall

Thilo Stadler, I.C.M.
Foto: I.C.M.

Vergangenes Jahr gerieten Schwellenländer wirtschaftlich ins Straucheln. Anleihen verloren rund 7 Prozent an Wert. Grund waren steigende US-Zinsen und Wirtschaftsprobleme in Argentinien und der Türkei. Dieses Jahr hat sich die Lage entspannt. Die Renditen liegen zwischen 6 und 7 Prozent.

Langfristig gewinnen Schwellenländer für die Weltwirtschaft an Bedeutung. Inzwischen erwirtschaften die Staaten 40 Prozent des globalen Bruttoinlandprodukts (BIP). Das macht sich auch am europäischen Fondsmarkt bemerktbar: Fonds mit Fokus auf Hartwährungsanleihen aus Schwellenländern sind dort inzwischen die elftgrößte Fondskategorie. Das verwaltete Vermögen liegt bei 149 Milliarden Euro. 

Wer Investitionen in Schwellenland-Anleihen in Erwägung zieht, sollte seine Ziele genau festlegen. Kurzfristiges Taktieren ist gefährlich. Das zeigt der Kursabfall des Jahres 2018. Es ist sowieso fraglich, ob der Kauf einzelner Wertpapiere überhaupt sinnvoll ist. Neue Anleihen guter Qualität sind oft niedrig verzinst.

Fonds sind oft die bessere Option, weil sie breit in die Märkte investieren. Der „USD Emerging Markets Government Bond“ von Vanguard beispielsweise bildet den Index öffentlich gehandelter, auf US-Dollar lautender Schuldscheine mit einer Laufzeit von mindestens einem Jahr sowie einem Mindestemissionsvolumen von 500 Millionen US-Dollar ab. Der Fonds hält rund 1.000 Anleihen aus Schwellenländern.

Thilo Stadler ist Vermögensverwalter bei der I.C.M. Independent Capital Management Vermögensberatung Mannheim aus Neuss.

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