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Anleihen aus Schwellenmärkten Aufwärtspotenzial gegenüber festverzinslichen Alternativen

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Stabile Weltwirtschaft stützt Anleihen

Wir rechnen nicht mit einer Erholung des Wachstums in der Weltwirtschaft oder in den Schwellenländern im Jahr 2019. Für eine gute Entwicklung von Unternehmens- und Staatsanleihen aus Schwellenländern sowie von Schwellenländerzinsen reicht jedoch bereits ein stabiles Wachstum aus. Angesichts der aktuellen Renditen von 6 Prozent für Schwellenländer-Anleihen in harten und lokalen Währungen können wir selbst bei konservativen Erwartungen davon ausgehen, dass zumindest der Zins-Carry realisiert wird. Somit rechnen wir über einen Anlagehorizont von einem Jahr mit Erträgen von rund 6 Prozent; sowohl bei Hart- als auch Lokalwährungsanleihen von Schwellenländern.

Unsere aktuellen Positionierungen

Bei Hartwährungsanleihen aus Schwellenländern bevorzugen wir weiterhin Engagements in Ländern und Unternehmen mit soliden Fundamentaldaten und aussichtsreichen technischen Faktoren. Interessant sind auch sehr günstige oder notleidende Kredittitel. Beispiele für staatliche Emittenten mit aussichtsreichen Fundamentaldaten sind etwa Angola und Ägypten. Als Beispiele für positive technische Faktoren würden wir die Aufnahme von Ländern des Golfkooperationsrats (etwa Bahrain und Katar) in maßgebliche Schwellenländerindizes nennen. Zu Ländern mit äußerst günstigen oder notleidenden Kredittiteln gehören etwa Argentinien oder Tadschikistan.

In einer Reihe von Ländern der Subsahara-Region, wie Angola, Gabun, Kenia und Nigeria, haben wir aufgrund der beeindruckenden Performance seit Jahresbeginn Gewinne mitgenommen. Wir warten auf Gelegenheiten, um diese Positionen wieder aufzustocken. In der Türkei bleiben wir untergewichtet, bis die Regierung einen glaubwürdigen Plan zur Rekapitalisierung der Banken vorlegt und die politischen Risiken nachlassen.

Bei Lokalwährungsanleihen aus Schwellenländern setzen wir bevorzugt auf ein Engagement in den Zinssätzen anstelle der Währungen. Wir bevorzugen dabei Anleihenmärkte, die hohe Risikoprämien gegenüber US-Treasuries bieten, eine moderate Inflation aufweisen und glaubwürdige, unabhängige Zentralbanken haben. Zu den Staaten, die diese Kriterien erfüllen, zählen unter anderem Indonesien, Mexiko, Peru und Südafrika. Bevor wir uns stärker in Schwellenländerwährungen engagieren, wollen wir abwarten, bis der Aufwertungstrend des US-Dollars nachlässt. Die Märkte Zentral- und Osteuropas zählen im Augenblick nicht zu unseren Favoriten: In diesen Ländern steigt die Inflation, während die Zentralbanken das Risiko einer Überhitzung nicht zur Kenntnis zu nehmen scheinen.

Fazit

Unsere vorsichtig optimistische Einschätzung zu Hartwährungsanleihen aus Schwellenländern stützen wir auf zwei Faktoren: die moderate Haltung der US-Notenbank und die verbesserten Aussichten für Rohstoffe. Langfristig beurteilen wir Schwellenländer-Anleihen weiterhin zuversichtlich. Die Anlageklasse bietet in einem Umfeld stabiler Zinssätze, einem unterstützenden globalen Wachstum und einer Verbesserung der Fundamentaldaten von Schwellenländern ein strukturell chancenreiches Aufwärtspotenzial gegenüber alternativen festverzinslichen Anlageklassen.

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