Wenn sich ein iShares iBonds-ETF seiner Fälligkeit nähert, haben Anleger die Gelegenheit, ihre Anlagestrategie zu überdenken und zu entscheiden, wie sie die anstehende Rückzahlung wieder anlegen möchten. Mit Erreichen der Fälligkeit endet ein fester Anlagezeitraum, in dem Anleger von einem verlässlichen Ertragsstrom und der Sicherheit eines diversifizierten Anleiheportfolios profitiert haben. Um ihre Anlageziele weiterhin zu erreichen, müssen Anleger nun entscheiden, wie sie weiter vorgehen möchten.

iBonds sind börsengehandelte Fonds, die während ihres gesamten Lebenszyklus gehandelt und somit auch vor ihrer Fälligkeit verkauft werden können, wenn ein Anleger dies wünscht. Anteilinhaber, die ihre iBonds-ETFs bis zum Fälligkeitstermin halten, bekommen den finalen Nettoinventarwert des Fonds in den Wochen nach dem Delisting ausgezahlt.

 

Die Entscheidung, ob die Erlöse bei oder vor Fälligkeit des Fonds reinvestiert werden sollen, kann von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden. So zum Beispiel von der aktuellen Wirtschaftslage, dem Zinsumfeld, der Risikotoleranz und dem Liquiditätsbedarf des Anlegers. Nach sorgfältigem Abwägen all dieser Faktoren können Anleger aus mehreren Möglichkeiten die am besten zu ihren Anlagezielen passende auswählen.

Folgende drei Optionen könnten dafür in Betracht kommen:

1. EINE IBONDS-ZINSTREPPE BAUEN

Wiederanlage in einen iBonds-ETF mit längerer Laufzeit. Geeignet für Anleger, die sich die aktuellen Renditen sichern wollen.

Bei dieser Strategie werden die Erlöse in andere iBonds mit passenden Laufzeiten wieder angelegt. Dabei wird eine iBonds-Zinstreppe aufgebaut, das heißt Anleger investieren in mehrere iBonds mit gestaffelten Fälligkeiten. So können sie von regelmäßigen Ertragsströmen profitieren und ihr Zinsrisiko verringern. Die Zinstreppenstrategie stellt sicher, dass regelmäßig ein Teil des Anlagebetrags fällig wird. Das bietet Liquidität und die Möglichkeit der Wiederanlage zu potenziell höheren Zinsen.

Eine solche Zinstreppe aus iBonds kann bei schwankenden Zinsen besonders vorteilhaft sein. Indem Anleger die Anlagesumme über verschiedene Laufzeiten aufteilen, können sie die Auswirkungen von Zinsänderungen auf ihr Gesamtportfolio abmildern. Diese Strategie bietet eine gewisse Planbarkeit und Stabilität, da Anleger wissen, wann sie einen Teil des angelegten Betrags zurückerhalten und entsprechend planen können.

2. IN EINEN GELDMARKT-ETF INVESTIEREN

Der Auszahlungsbetrag wird nahe dem Geldmarktsatz verzinst. Geeignet für Anleger, die ein risikoarmes Investment suchen und jederzeit über ihr Kapital verfügen wollen.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Anlage in einen Cash-ETF, der dazu gedacht ist, Liquidität zu bieten und das Kapital zu erhalten. Geldmarkt-ETFs investieren in kurzfristige, bonitätsstarke Anlageinstrumente wie Schatzwechsel, Commercial Paper und Einlagenzertifikate. Geeignet sind sie für Anleger, die ein risikoarmes Investment ohne deutliche Preisschwankungen suchen und jederzeit über ihr Kapital verfügen wollen.