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Anleiheprogramm unter dem Makroskop Warum das EZB-Geld keine Inflation erzeugt

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Unterstellen wir einmal einen massiven Mangel an Eigenkapital (nämlich gar keins), haben diese Länder ihre Bilanzen um diese Beträge verlängert. In der Passiva steht etwas in der Art: „Verbriefte Verbindlichkeiten“. In der Aktiva taucht alles auf, was damit bezahlt wurde. Das Geld ist tatsächlich in Umlauf gekommen. Die EZB hat das zwar nicht direkt bewerkstelligt, aber indirekt rückfinanziert und damit den Weg für noch mehr Schulden freigemacht.

Das Fazit

Ist das alles im Sinne des Erfinders? Kann das alles die heiß ersehnte Inflation erzeugen? Wohl kaum. Denn Inflation hängt neben der schieren Geldmenge an den selben Knackpunkten wie die Kreditnachfrage. Sie entsteht (außer durch steigende Rohstoffpreise), wenn die Wirtschaft brummt – und zwar nicht nur in Deutschland – und sich in der Kaufkraft der Menschen niederschlägt. Doch das sieht bei weitem nicht jeder so und führt an dieser Stelle zu weit ins Wirtschaftsphilosophische.

Deutlich zweifelsärmer bleibt die Feststellung, dass die EZB etwas versucht, das rein gar nicht in ihrer Hand liegt. Kredite zu vergeben, liegt in den Händen des Banksystems und der Wirtschaft. Und da hapert es noch immer beträchtlich.

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