Anthony Bolton

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Anthony Bolton: „Ich bin glücklich, nur minimal in chinesischen Bauunternehmen engagiert zu sein“

Der Kampf der chinesischen Behörden mit der steigenden Inflation im Land werde noch in diesem Jahr massive Auswirkungen auf die chinesische Immobilienbranche haben, warnte Bolton laut der britischen Finanzagentur „Citywire“ auf einer Veranstaltung in Hongkong.

Immobilien stellen in Zeiten der Inflation zwar grundsätzlich eine sichere Anlageklasse dar, erklärte Bolton. Doch die aktuellen Maßnahmen der chinesischen Regierung, die die Kreditzinsen stark anzog und Einschränkungen bei der Kreditvergabe für Zweit- oder Drittimmobilien einführte, seien beispiellos in ihrer Härte. Dies könnte den gesamten Sektor in Bedrängnis bringen.

„Ich bin glücklich, nur minimal in chinesischen Bauunternehmen engagiert zu sein“, erklärte Bolton laut „Citywire“.

Stattdessen vertraut Bolton zurzeit überwiegend auf Finanzwerte. Vor allem einige Banken in Hongkong haben es dem Fondsmanager angetan. Bei den Banken im chinesischen Festland ist hingegen laut Bolton Vorsicht angebracht. Denn trotz der derzeit recht attraktiver Bewertungen sei es dennoch nicht abzusehen, wie sich die jüngsten Anhebungen des Mindestreservesatzes auf den Bankensektor auswirken werden.

Derzeit machen Finanzwerte, darunter auch die Bank of China HK und HSBC Holdings, rund ein Viertel von Bolton´s Portfolio aus.


Zur Person: Anthony Bolton managt den Fidelity China Special Situations. Der Fonds gehört zu den am stärksten nachgefragten Investmentfonds, die in Großbritannien in den letzten 20 Jahren vertrieben wurden.

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