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Antragsmuffel: Riester-Sparer verschenken Millionen

Quelle: Fotolia
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Das ergab eine Schätzung von Union Investment. So beantragte nach Unternehmensangaben fast jeder fünfte förderberechtigte Riester-Sparer die staatliche Förderung für das Jahr 2007 nicht. „Multipliziert man diese Zahl (18 Prozent) mit der durchschnittlichen Förderung von 188 Euro pro Vertrag aus dem Jahr 2006, sparte der Staat nur hier schätzungsweise 48 Millionen Euro“, erklärt die Fondsgesellschaft.

„Einen Riester-Vertrag abzuschließen ohne die Zulagen zu beantragen ist wie Autofahren mit angezogener Handbremse: Man kommt nur langsam voran“, sagt Hans Joachim Reinke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Union Investment. Er verstehe es nicht, warum nicht jeder Anleger seine Chance auf eine Extra-Zahlung vom Staat nutzt. Für 2007 sind das immerhin 114 Euro Grundzulage plus je 138 Euro für jedes Kind. „Der einmalige Aufwand, den sogenannten Dauerzulagenantrag auszufüllen, ist wirklich gering“, so der Vorstand.

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Doch mit dem Antrag allein ist es noch nicht getan. Die Sparer sollen auch die Höhe der monatlichen Sparraten beachten. Denn um die volle staatliche Förderung zu erhalten, müssen sie mindestens vier Prozent des Bruttoeinkommens vom Vorjahr auf die Seite legen. Dieser Betrag kann aber von Jahr zu Jahr schwanken, beispielsweise durch Elternzeit, Gehaltserhöhungen oder Kurzarbeit. Entsprechend sollten die Sparraten für die Riester-Rente angepasst werden. Wird nämlich zu wenig angespart, werden die Zulagen entsprechend gekürzt.

Das für die Berechnung maßgebliche Einkommen finden die Anleger auf der Meldebescheinigung zur Sozialversicherung, die vom Arbeitgeber bis spätestens 15. April 2010 verschickt wird.
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