Aramea Asset Management erweitert sein Produktangebot um einen Aktienfonds für Zentral- und Osteuropa sowie Südosteuropa. Der Aramea Aurora Equity (ISIN: DE000A41EDP3) investiert aktiv und ohne Orientierung an einer Benchmark in Unternehmen aus der Region, zu der auch Griechenland und ausgewählte Wachstumsmärkte gehören.

Die Portfoliomanager Lars Dollmann und Robert Barnjak wählen dazu aus einem Universum von mehr als 1.000 Unternehmen 25 bis 40 Titel für das Portfolio aus. Die Auswahl basiert auf Fundamentalanalysen, die Kriterien wie Cashflow, Wachstumspotenzial, Produktqualität, Management und Bewertung berücksichtigen. Der Investmentprozess wird durch Risikomanagement und kontinuierliche Überprüfung der Investmentthesen begleitet.

Strukturelles Wachstum und geringe Verschuldung

Dollmann, der bereits einen milliardenschweren Osteuropa-Aktienfonds verwaltet hat, sieht mehrere Faktoren, die die Region für Investoren interessant machen. Osteuropa wachse strukturell schneller und sei deutlich geringer verschuldet als Westeuropa. Zudem profitiere die Region von Investitionen aus China und der westeuropäischen Rüstungsindustrie.

Trotz des Ukrainekriegs habe sich die Region in den vergangenen Jahren stark entwickelt. Ein Waffenstillstand könne einen erheblichen zusätzlichen Schub verleihen. Die Unternehmen in der Region profitierten von geringeren Lohn-, Energie- und Steuerkosten sowie vom direkten Zugang zum EU-Binnenmarkt, dem zweitgrößten Wirtschaftsraum weltweit.

Geringe Marktdurchdringung bietet Chancen

Barnjak hebt hervor, dass die Region für aktive Investoren gut geeignet sei. Das Alpha-Potenzial ergebe sich vor allem aus der geringen Marktdurchdringung professioneller Investoren und der bisher geringen Research-Abdeckung.

Die Region sei zudem kaum über ETFs investierbar. In Deutschland stehe lediglich ein einziger ETF zur Verfügung, der eine unausgewogene Länderallokation aufweise: Polen dominiere mit 70 Prozent, gefolgt von Ungarn mit 20 Prozent und Tschechien mit 10 Prozent. Darüber hinaus seien Banken mit 50 Prozent übergewichtet.

Der osteuropäische Aktienmarkt werde von Small und Mid Caps dominiert, was aktiven Managern zusätzliche Chancen eröffne. Der Aramea Aurora Equity biete vor diesem Hintergrund einen professionellen Zugang zu einer schwer investierbaren Region in einer regulierten Fondsstruktur.

Konditionen des Fonds

Der Fonds ist in zwei Anteilsklassen erhältlich. Die I-Klasse (ISIN: DE000A41EDN8) richtet sich mit einer Mindestanlagesumme von 10.000 Euro an institutionelle Investoren und berechnet eine Managementgebühr von 0,90 Prozent. Die R-Klasse (ISIN: DE000A41EDP3) ist ohne Mindestanlage zugänglich und berechnet eine Managementgebühr von 1,50 Prozent, wovon 0,60 Prozent als Beraterprovision dienen.

Beide Anteilsklassen erheben eine erfolgsabhängige Vergütung von 15 Prozent mit einer Renditeschwelle von 10 Prozent. Der thesaurierende Fonds ist in Deutschland domiziliert und sparplanfähig.