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Das indische Noida ist der neue Hotspot für Smartphone-Hersteller: Hier prüft ein Arbeiter die Kameras zweier Smartphones. | © Getty Images

Asiens Schwellenländer

Große Bedeutung für Smartphone-Markt

Die Zollspirale im Handelsstreit zwischen den USA und China dreht sich weiter. Angesichts global organisierter Lieferketten stehen vor allem Technologieprodukte im Mittelpunkt des Konflikts. Anleger, die in Asiens Schwellenländern investieren, sind besorgt.

US-Präsident Donald Trump dürfte die angekündigten Zollerhöhungen auf einige chinesische Güter bis Dezember 2019 aufgeschoben haben, um Preiserhöhungen für Mobiltelefone und Notebooks vor dem US-Weihnachtsgeschäft zu vermeiden. Doch die Spannungen zwischen China und den USA sind nicht das einzige Problem für den Technologiesektor. Derzeit sorgt auch die Verschlechterung der Handelsbeziehungen zwischen Südkorea und Japan für Unsicherheit im Technologiesektor.

Japan-Südkorea-Beziehungen auf Talfahrt

Tokios Regierung hat am 1. Juli 2019 den Export von drei Werkstoffen nach Südkorea beschränkt. Diese sind für die Herstellung von Halbleitern und Smartphone-Displays notwendig – eine Domäne, auf der Japan Weltmarktführer ist.

Auch wenn die koreanisch-japanische Handelsfehde derzeit noch keine erheblichen Auswirkungen zeigt, dürfte die Lage an den Märkten mittel- bis längerfristig undurchsichtig bleiben. Eine Konfliktlösung ist jedenfalls noch nicht absehbar. Sollte der Handelsstreit andauern oder sich sogar verschärfen, könnte es bei wichtigen Lieferanten von Smartphone-Komponenten wie Samsung Electronics oder Hynix zu Produktionsengpässen kommen.

Schwierigkeiten beim Übergang zu Technologien der nächsten Generation sind dann nicht ausgeschlossen, da der Aufbau einer lokalen Lieferkette oder deren Umstellung Zeit erfordern wird. Dieser Unsicherheit zum Trotz dürfte sich die Technologie-Hardware-Branche weiterhin positiv entwickeln. Vereinzelte Chancen in der Smartphone-Branche gibt es nach wie vor – insbesondere bei Unternehmen mit starken Innovationskapazitäten und Finanzkennzahlen.

Kampf der Smartphone-Hersteller um Innovationskrone

Keine Frage, das Wachstum bei den Smartphone-Umsätzen war im vergangenen Jahrzehnt äußert robust. Fast 1,5 Milliarden Geräte wurden bis 2016verkauft. Allerdings mehren sich derzeit die Anzeichen dafür, dass der weltweite Smartphone-Markt seinen Sättigungspunkt erreicht haben könnte. Die Smartphone-Lieferungen scheinen im zweiten Quartal 2019 jedenfalls gesunken zu sein.

Auch wenn sich das Wachstum der Stückzahlen im Laufe des Jahres 2019 verlangsamt hat, sind pro Telefon weiterhin mehr Ausgaben der Smartphone-Hersteller zu erwarten – um einzelne Gerätemerkmale zu verbessern und Käufer und Marktanteile hinzuzugewinnen.

Eine Schlüsselrolle dürfte dabei die 5G-Technologie einnehmen. Viele Smartphone-Hersteller bereiten derzeit die Einführung 5G-fähiger Geräte vor. Entsprechende Mobilfunknetze werden in Ländern wie Südkorea gerade eingerichtet. Der Wettlauf um einen höheren Verbrauchernutzen dürfte Anlegern, die bei Herstellern von Komponenten mobiler Geräte investieren, neue Chancen eröffnen.

Ein Bereich, in dem Smartphone-Hersteller sich von der Konkurrenz abheben könnten, ist die Kameraqualität. Führende Unternehmen bieten, verbaut in ihren Smartphones, immer mehr Kameras, immer komplexere Kameradesigns und immer höher auflösende Linsen an.

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