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Asiens Schwellenländer Große Bedeutung für Smartphone-Markt

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Marktführer profitieren von Innovationstempo

Die Nachfrage nach fortlaufenden optischen Innovationen kommt vor allem den technologischen Marktführern von Smartphone-Linsen zugute. Die hohe Nachfrage führt nicht nur zu einer weiteren Verkaufszahlensteigerung. Sie hebt auch den durchschnittlichen Verkaufspreis bei neuen Modellen an.

Das rasche Innovationstempo hilft Marktführern daher, ihre durchschnittlichen Verkaufspreise sogar zu steigern. Nachzügler werden vor diesem Hintergrund Mühe haben, mit den steigenden technischen und qualitätsbezogenen Anforderungen Schritt zu halten.

Anteile am weltweiten Smartphone-Markt

Quelle: IDC Quarterly Mobile Phone Tracker, 30. Januar 2019

Handelskonflikt eröffnet Chancen bei Marktanteilen

Mit den anhaltenden Handelsspannungen zwischen den USA und China sehen könnten auch nicht-chinesische Hersteller von Smartphone-Komponenten Marktanteile erobern. Dass einige Unternehmen bestimmter Teile der Smartphone-Produktion und -Montage in Länder außerhalb Chinas verlagern, begründet sich insbesondere mit den steigenden Produktionskosten in China. Diesen Trend beschleunigt der Handelskonflikt zwischen den USA und China obendrein.

Doch es gibt Belege dafür, dass multinationale Konzerne in Zulieferer investieren, die imstande sind, sich vom chinesischen Smartphone-Markt zu lösen. Und die kostengünstige Fertigungszentren außerhalb Chinas schaffen können. Vor allem Vietnam und Indien bieten derzeit aussichtsreiche Optionen für eine Verlagerung.

Vietnam und Indien sind die Gewinner

In beiden Ländern floriert das verarbeitende Gewerbe. Staaten könnten zudem von den hohen Unternehmensinvestitionen in Fabriken, Ausrüstung und Lieferketten profitieren. Entsprechend errichten immer mehr Firmen in Vietnam und Indien hochmoderne Labore für Forschung und Entwicklung. Hier sind die Betriebskosten deutlich niedriger sind als in China oder den westlichen Industrieländern.

In Indien betrugen die ausländischen Direktinvestitionen (FDI) im Jahr 2018 beispielsweise 64 Milliarden US-Dollar. Noida, eine Stadt vor den Toren Neu-Delhis, beheimatet eines der weltgrößten Fertigungszentren für Smartphones. Laut Branchenschätzungen werden an diesem Hotspot pro Jahr für ein einziges Unternehmen 120 Millionen Einheiten produziert.

Auch Vietnam zieht weltweite Aufmerksamkeit auf sich. 2018 beliefen sich die ausländischen Direktinvestitionen auf 19 Milliarden US-Dollar. Vietnam als einstiges Fertigungszentrum für Kleidung ist in der Wertschöpfungskette emporgestiegen und produziert nun Güter mit Technologiebezug – auch Smartphone-Komponenten. Hinzu kommt die geografische Nähe zu China. Sie erleichtert es Herstellern, Vietnam in die häufig komplexen Smartphone-Lieferketten einzubinden.

Auch wenn die Aussichten für Vietnam vielversprechend erscheinen, hat das Land längst noch nicht die Produktionskapazität und -kompetenz Chinas erreicht. Dennoch dürften Vietnam und andere kleinere Volkswirtschaften mittelfristig wachsende Marktanteile in speziellen Nischen besetzen.

Ausgewählte Smartphone-Segmente mit Potenzial

Fazit: Ausgewählte Segmente der Smartphone-Branche könnten in den kommenden Jahren ihr langfristiges Wachstumspotenzial mit Investitionsmöglichkeiten voll ausschöpfen. Die aktuellen Handelsspannungen stellen für diejenigen Unternehmen eine Chance dar, die ihre Ertragskraft in einem bereits gesättigten Markt steuern und erhalten können.

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