Asoka Wöhrmann,<br/>DWS-Rentenchef

Asoka Wöhrmann,
DWS-Rentenchef

Asoka Wöhrmann: "Niedrige Ausfallraten und hohe Renditen - das gibt's trotzt Zins-Tristesse"

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Für Investoren bietet sich bei US-Treasuries und deutschen Bundesanleihen ein gespaltenes Bild: Die allgemeinen Wachstumssorgen, die Rückkehr der Double-Dip-Beschwörer, die Flucht in Qualität – all das spricht für die beiden nach Ansicht der Märkte sichersten Bonds.

Gegen sie spricht eindeutig das hohe Niveau, auf dem sie inzwischen notieren. Sie sind somit keine strategische Option für die DWS. Doch wo findet sich noch ein reizvolles Chance-Risiko-Verhältnis?

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Staatsanleihen aus der Peripherie sind oft ein probates Mittel, um Zusatzrenditen einzustreichen. Auch wenn zum Beispiel die jüngsten Budgetzahlen aus Griechenland ermutigen, für eine Entwarnung ist es zu früh.

Die DWS greift daher nur selektiv zu, über eine bloße Depot-Beimischung kommen die Positionen nicht hinaus. Ähnlich – wenn auch geringfügig besser – sieht es bei Pfandbriefen und Covered Bonds aus.

Knackpunkt: Wie viel ist zum Beispiel angesichts der Probleme auf dem spanischen Immobilienmarkt eine Besicherung durch Objekte vor Ort wert? Auch hier gilt daher für die DWS: selektiv beimischen.

Kaufgelegenheiten: Emerging-Markets-Unternehmensanleihen

Bleiben noch Unternehmensanleihen, um der Zins-Tristesse zu entfliehen. Doch der Markt starrt aktuell auf die laufenden Stresstests im Bankensektor. Kommt nur ein wenig Zweifel an der Stärke der Institute auf, könnte die Diskussion um eine gesicherte Kreditversorgung in den Industriestaaten wieder losgehen.

Die Gefahr ist umso größer, da der Markt förmlich nach dem Haar in der Suppe sucht. Ein ganzes Büschel schwimmt bereits jetzt schon in der Brühe: Staatspleiten sind nämlich nicht Teil der Simulation.

All das ficht Unternehmen aus den Emerging Markets nicht an – und somit wären auch deren Anleihen nicht von einer Diskussion betroffen. Die Konzerne sind nicht Ziel restriktiver Steuerpläne, da die Staatsverschuldung in den Schwellenländern signifikant geringer ist als in den Industriestaaten.

Das ermöglicht den Ländern mehr Freiheit in der Steuerpolitik und eine gezielte Förderung von Schlüsselindustrien. Bereits jetzt punkten die Schwellenländer laut IWF mit einem prognostizierten Wirtschaftswachstum 2010 von 6,3 Prozent. Dagegen wirken die anvisierten 2,3 Prozent der Industrienationen träge.

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