Assenagon-Chefökonom Martin Hüfner Daumen hoch für Deutschlands Aktienmarkt

Assenagon-Chefvolkswirt Martin Hüfner. Seiner Einschätzung nach könnte 2019 ein gutes Aktienjahr werden. | © Assenagon

Assenagon-Chefvolkswirt Martin Hüfner. Seiner Einschätzung nach könnte 2019 ein gutes Aktienjahr werden. Foto: Assenagon

Man kann die Bären an der Börse nicht zählen. Aber viel spricht dafür, dass sie zumindest in Europa nach wie vor in der Mehrheit sind. Sie gehen davon aus, dass die Aktienkurse nach der erfreulichen Entwicklung zu Jahresbeginn wieder kippen. Es könnten wegen der schlechten Konjunktur neue Tiefstände erreicht werden. Natürlich gibt es auch Bullen, die mit einer weiteren Aufwärtsbewegung rechnen. Aber sie haben es schwer, im derzeitigen Umfeld überzeugende Argumente zu finden.

Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich mich zu den Bullen rechne. Das beruhte ursprünglich auf einem Bauchgefühl. Ich habe dazu dann vor kurzem eine volkswirtschaftliche Begründung geliefert. Sie beruht darauf, dass der Konjunkturabschwung im Laufe dieses Jahres auslaufen wird - vielleicht schon im ersten Halbjahr. Dann kommt das Konjunkturtief. Es ist erfahrungsgemäß die beste Zeit für Aktien.

Da müsste es mit den Kursen also wieder nach oben gehen. Denn dann sind die Unternehmensgewinne niedrig, die Zinsen gehen noch nicht wieder hoch. Da können die Kurse nur steigen. Es könnte sein, dass die Entwicklung der Märkte in den ersten Monaten dieses Jahres diese Perspektive bereits vorweggenommen hat. Das Risiko ist natürlich, dass die Politik – sei es in Amerika oder in Großbritannien – alledem einen Strich durch die Rechnung macht.

Ich halte diese Begründung nach wie vor für tragfähig. Trotzdem ist die Sache so wichtig, dass ich nach weiteren Argumenten suche. Eines fand ich für den Dax in der unten stehenden Grafik. Sie zeigt im unteren Teil die Entwicklung des deutschen Aktienindex nach der Rezession in der großen Finanzkrise.