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Assenagon-Chefvolkswirt Martin Hüfner. Er erwartet für die Zukunft geringere zyklische Schwankungen der Wirtschaft. | © Assenagon

Assenagon-Chefökonom Martin Hüfner Demografie schlägt Konjunktur

Irgendetwas stimmt da nicht: Die Konjunktur schwächt sich immer stärker ab. Manche sprechen von einer drohenden Rezession. Umgekehrt ist der Arbeitsmarkt aber so stabil wie selten. Die Arbeitslosenquote ist in Deutschland so niedrig wie zuletzt vor 40 Jahren. In anderen Ländern ist das nicht anders. Im gesamten Euroraum hat sich die Arbeitslosenquote trotz Wachstumsabschwächung in den letzten zwölf Monaten von 8,5 auf 7,8 Prozent verringert. Sogar in Italien, das sich bereits mitten in einer Rezession befindet, gibt es weniger Arbeitslose. Außerhalb Europas sind die Verhältnisse nicht so krass, weil dort das Wachstum noch höher ist. Aber auch in den USA zum Beispiel verlangsamt sich die Zunahme des realen BIP, während die Arbeitslosenquote zurückgeht.

Neues Muster am Arbeitsmarkt
(Arbeitloseanteil an der Zahl der Erwerbspersonen in Prozent in Westdeutschland)

Quelle: Bundesbank

Konjunktur und Arbeitslosigkeit passen offenbar nicht mehr zusammen. In der Vergangenheit hatten sie sich immer relativ parallel bewegt. Die Grafik zeigt, dass die Arbeitslosenquote in den letzten 50 Jahren in jeder Rezession kräftig gestiegen ist und im Zuge der anschließenden Konjunkturerholung leicht zurückging. Im nächsten Abschwung legte sie dann aber erneut zu. Das Muster vollzog sich bis Mitte der 2000er-Jahre. Während der Finanzkrise erhöhte sich die Arbeitslosigkeit aufgrund er starken Gegenwehr der Geld- und Finanzpolitik erstmals nicht mehr so stark.

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