Aktualisiert am 01.04.2020 - 16:04 UhrLesedauer: 1 Minute

Athens Avancen in Moskau Schäuble demonstriert Gelassenheit

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble demonstriert den internationalen Partnern Gelassenheit gegenüber Avancen der griechischen Regierung, sich für Finanzhilfen verstärkt Russland zuzuwenden.

„Dass Tsipras nach Moskau gefahren ist, ist seine Entscheidung”, sagte Schäuble am Freitag vor Journalisten in Washington, kurz vor Beginn der Frühjahrtagung des Internationalen Währungsfonds. Es sei „völlig in Ordnung”, dass sich Griechenland um weitere Finanzquellen bemühe. „Niemand in Europa ist böse, wenn jemand anderes sich an der Finanzierung beteiligt.” Fraglich sei allerdings, wie viel Geld zu erwarten sei.

Griechenland steht bei der Frühjahrstagung zwar nicht offiziell auf der Agenda. Doch im Finanzministerium wird erwartet, dass am Rande des IWF-Treffens über die Verhandlungen mit Griechenland beraten wird. Ein Treffen zwischen Schäuble und dem griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis, der ebenfalls vor Ort ist, ist nicht geplant.

Schäuble betonte erneut, dass Griechenland selbst dafür verantwortlich sei, die Vorauszahlungen für die Auszahlungen der letzten Tranche des laufenden Rettungspakets zu schaffen. Bis zum Auslaufen des Rettungspakets Ende Juni habe Griechenland dafür Zeit.

Mit einer Einigung beim Treffen der Euro-Finanzminister am 24. April in Riga rechnet der Finanzminister nicht.

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