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Börsenhändler in New York: 9 Prozent des in US-Aktien investierten Vermögens befinden sich in Aktien-ETFs. | © Getty Images

Auf dem Prüfstand 10 Fakten über ETFs

David Wenicker, Vertriebsleiter für den iShares-Wealth-Bereich bei BlackRock

Exchange Traded Funds (ETFs) bieten Investoren ein breites Anlagespektrum, sind transparent und einfach zu handeln. Ein ETF gewinnt und verliert so viel wie sein zugrunde liegender Index. Viele Investoren begeistern sich für die kostengünstigen Indexfonds. In den vergangenen Jahren ist das in ETFs investierte Vermögen stark gestiegen. Doch es gibt durchaus Themen, über die Marktteilnehmer diskutieren:

1. Wie wirken sich ETFs auf die Marktliquidität aus?

Exchange Traded Funds (ETFs) investieren in einen Korb von Wertpapieren, beispielsweise Aktien, sind aber gleichzeitig an der Börse handelbar wie Einzelaktien und damit auf zwei Ebenen hoch liquide: Einmal auf dem Primärmarkt, in dem die zugrunde liegenden Wertpapiere des ETFs gehandelt werden, und auf dem Zweitmarkt, auf dem der Handel mit ETFs stattfindet. ETFs sind immer mindestens so liquide wie ihre Wertpapiere, bieten aber oft eine noch höhere Marktliquidität.

2. Bestimmen ETFs die Börsenkurse?

Angesichts der Größe einiger ETFs könnte man meinen, dass sie großen Einfluss auf die Marktpreise haben. Natürlich führen Investitionsentscheidungen institutioneller Anleger wie Pensionskassen dazu, dass Geldströme von einer Anlageklasse in eine andere gelenkt werden. Das betrifft aber nicht nur ETFs, sondern alle Anlagevehikel, auch Einzelaktien, aktive Investmentfonds und Derivate.

3. Wie groß ist der ETF-Markt?

Per 31. Dezember 2018 lagen weltweit 4,7 Billionen US-Dollar in ETFs. Damit macht diese passive Kapitalanlageform etwa 5 Prozent der globalen Marktkapitalisierung aus. Selbst in den Vereinigten Staaten dem größten ETF-Markt bilden ETFs nur einen kleinen Teil des gesamten Finanzmarktes. Nur 9 Prozent des in US-Aktien investierten Gesamtvermögens befinden sich dort in Aktien-ETFs. Anleihen-ETFs haben sogar einen noch geringeren Anteil: Sie machen nur 1,6 Prozent des US-Anleihenmarktes aus.

4. Erhöhen ETFs die Marktvolatilität?

Nein. ETFs können vielmehr in volatilen Marktphasen als Stoßdämpfer wirken, da Käufer und Verkäufer an der Börse zu Echtzeitpreisen handeln, ohne die zugrunde liegenden Aktien und Anleihen einzubeziehen. Da ETFs direkt von Käufern und Verkäufern an der Börse gehandelt werden, kann ein ETF Zwangsverkäufe umgehen. Aktive Investmentfonds müssen möglicherweise Wertpapiere verkaufen, wenn Anleger Anteile zurückgeben.

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