Aufspaltung der Deutschen Bank

Deutsche Bank prüft laut Medien drei Optionen

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Nach Informationen von Reuters, Süddeutscher Zeitung und Frankfurter Allgemeiner Zeitung zeichnet sich ab, dass die Deutsche Bank das Filialgeschäft zusammen mit der Postbank ausgliedert und an die Börse bringt. Als Alternativen stehen eine Vollintegration der Postbank zur Debatte, was aber mit einem hohen Stellenabbau verbunden wäre. Eine weitere Option wäre der Verkauf der Postbank, was aufgrund der Niedrigzinsphase und der Schwäche im Privatkundengeschäft wohl zu einem Buchverlust führen würde.

Christian Streckert, ein Sprecher der größten Deutschen Bank mit Sitz in Frankfurt, wollte sich dazu nicht äußern. Die Bank will ihre Strategie im zweiten Quartal vorstellen. Die Hauptversammlung findet am 21. Mai statt.

Die Deutsche Bank hielt unter den Co-Vorstandsvorsitzenden Anshu Jain und Jürgen Fitschen seit 2012 an ihrem Universalbankenmodell fest, auch wenn die strengeren Kapitalvorschriften die Profitabilität schmälerten. In den zwei Jahren bis Ende Dezember war die Bilanzsumme der Bank um 15 Prozent auf 1,71 Billionen Dollar verringert worden.

Der Aktienkurs der Deutschen Bank ist im vergangenen Jahr um 24 Prozent eingebrochen. Das war die schlechteste Entwicklung unter den neun weltweiten Investmentbanken. Rechtskosten von rund 7,1 Milliarden Euro in den letzten drei Jahren haben die Möglichkeiten, Eigenkapital aufzubauen, belastet. Um die regulatorischen Eigenkapitalanforderungen zu erfüllen und Wachstum zu finanzieren hatte die Bank 2014 das Kapital um 8,5 Milliarden Euro erhöht.

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