Kryptowährung

Aus Libra wird Diem

Die Kryptowährung Libra wird umbenannt: Das Projekt läuft seit dem 1. Dezember unter dem Namen Diem. Das kündigte die Libra Association in einer Mitteilung an. Im selben Zug benennt sich auch der Verband um, der die Schaffung der Kryptowährung vorantreibt: Aus der Libra Association wird die Diem Association. In Internet-Auftritten des in der Schweiz ansässigen Verbands ist der Namenswechsel bereits vollzogen.

Der neue Name soll einen Neuanfang für das Krypto-Projekt markieren, wünscht man sich bei der Diem Association. Der Verband wolle seine „organisatorische Unabhängigkeit“ stärken. Bislang wurde die Kryptowährung vor allem mit dem US-Tech-Giganten Facebook in Verbindung gebracht. Facebook hatte als maßgeblicher Treiber 2019 die Libra Association ins Leben gerufen. Mehrere Mit-Initiatoren, darunter namhafte Konzerne wie die Zahlungsdienstleister Visa und Mastercard, hatten sich zwischenzeitlich aus dem Projekt zurückgezogen. Grund sollen laut Medienberichten befürchtete Probleme mit Regulierungsbehörden gewesen sein.

Zeitgleich mit der Umbenennung stellt der Verband auch seine Führungsriege neu auf. Man wolle an dem Ziel festhalten, „ein sicheres und regelkonformes Zahlungssystem aufzubauen, das Menschen und Unternehmen auf der ganzen Welt stärkt“, heißt es in der jüngsten Mitteilung der Diem Association. „Das Diem-Projekt wird eine einfache Plattform für Fintech-Innovationen bieten, das Verbraucher und Unternehmen in die Lage versetzt, unmitelbare, kostengünstige und hochsichere Transaktionen durchzuführen“, sagt Verbandschef Stuart Levey.

Der Verband will nach eigenen Angaben abwarten, bis eine behördliche Genehmigung vorliege und die zuständige Schweizer Regulierungsbehörde Finma der operativen Diem-Tochtergesellschaft eine Lizenz für Zahlungssysteme erteilt habe. Der Lizenzierungsprozess sei noch im Gange.

Laut einem Bericht der Financial Times könnte der Startschuss für Diem bereits mit Beginn 2021 fallen.

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