Aus Tradition konservativ – und weltoffen für Neues

Eingebettet in die Signal Iduna Gruppe ist die Hansainvest eines der ältesten Investmenthäuser Deutschlands. In über 100 Publikums- und 40 Spezialfonds verwalten die rund 150 Mitarbeiter der Hamburger Gesellschaft mehr als 15 Milliarden Euro.

Neben hauseigenen Fonds bietet sie auch Fonds externer Asset Manager an, für die sie die Verwaltung und Administration übernimmt. Die Auswahl umfasst sowohl traditionelle Fonds als auch Innovatives, wie den ersten deutschen Goldfonds oder einen der ersten Mikrofinanzfonds.

Die Investoren können somit auf das Know-how des Konzerns wie auch auf die Spezialkenntnisse der Partner zugreifen. Einer dieser Partner ist TBF Global Asset Management, die gemeinsam mit der Hansainvest den Energiefonds 4Q-Smart Power aufgelegt hat. Er partizipiert an der Energiewende.

Hierbei sind nicht nur Neubau und Entwicklung intelligenter Infrastruktur ein Investitionsthema, auch das bestehende Übertragungsnetz muss fast komplett erneuert werden. Nach Berechnungen der Internationalen Energieagentur IEA werden hierfür weltweit rund 10 Billionen Dollar benötigt.

Stromnetze statt Solarparks


Peter Dreide, Fondsmanager des 4Q-Smart Power, spricht daher auch von einem „Sonderkonjunkturprogramm“ und fokussiert sich auf Unternehmen aus Bereichen, die von der Energiewende in besonderem Maße profitieren: vom Bau von Kraftwerken und Verflüssigungsanlagen (LNG) über die Erzeugung und Übertragung von Strom bis hin zum Aufbau und zur Erneuerung von Stromleitungen (Smart Grid). Die Wertentwicklung seit Auflegung gerade auch im Vergleich mit anderen Energiefonds zeugt von Dreides gutem Gespür (siehe Chart).

Auch die hauseigene Fondsschmiede der Hansainvest bietet innovative Ideen. So hat sie ausgehend von den Bedürfnissen professioneller Anleger ein Konzept entwickelt, mit dem risikoarm am Aktienmarkt investiert werden kann. Der Fokus liegt hierbei auf dem Value at Risk, also der theoretisch möglichen Verlusthöhe eines Portfolios.

Basis für die Kennzahl sind die Volatilität und Korrelation der Aktien des Euro Stoxx. Ein klug ausgetüftelter Algorithmus übernimmt hierbei die Berechnung und somit auch die Titelauswahl und -gewichtung. Das Ergebnis ist ein risikoarmes Portfolio aus 30 bis 50 Aktien, das den geringstmöglichen Value at Risk aufweist – aber gleichzeitig an den Marktchancen partizipiert.

Verlustrisiken minimieren

Nachdem das Konzept bereits in diversen Spezialfonds erfolgreich angewandt wurde, wird es seit 2011 mit dem HANSAsmart Select E auch dem breiten Publikum angeboten. Fondsmanager Philipp van Hove: „Uns ist es gelungen, den Value at Risk um 45 Prozent im Vergleich zu unserer Benchmark zu senken. Zugleich war aber auch die Wertentwicklung unseres Fonds nicht gerade schlecht – um an dieser Stelle mal den Hamburger Superlativ zu bemühen.
Zwei Fragen an Dirk Zabel, Geschäftsführer bei Hansainvest Mehr zum Thema Fondsboutiquen erfahren in unserem Flipbook.

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