Stephen Cohen, Managing Director, iShares Head of Investment Strategy and Insights in Europe

Stephen Cohen, Managing Director, iShares Head of Investment Strategy and Insights in Europe

Ausblick 2013: Großer Stillstand, Stolperfalle Fiscal Cliff oder Wirtschaft auf der Überholspur?

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Zusammenfassung eines Artikels von Stephen Cohen, Managing Director, iShares Head of Investment Strategy and Insights in Europe

Im Hinblick auf den weltweiten Schuldenabbau gehen wir für 2013 von einem weiteren Jahr des stabilen Stillstands aus. Auch wenn die USA bereits große Schritte sowohl bei der staatlichen als auch bei der privaten Entschuldung gegangen sind – der Weg für viele andere Industriestaaten ist noch weit, und die fiskalischen Herausforderungen sind enorm.

Die Stimmung bei den Unternehmen ist verhalten und in hohem Maße abhängig von der weiteren Entwicklung des Fiscal Cliff. Erst wenn es hier eine tragfähige und nicht nur hinausgezögerte Entscheidung gibt, kann ein nachhaltiges Wachstum möglich werden.

Trotzdem sind die Aussichten für Aktien – wie bereits in der zweiten Hälfte dieses Jahres – ein wenig besser, zumal das Risiko für massive Einbrüche durch die unorthodoxe Geldpolitik und die niedrige Inflationsrate gesunken ist.

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In Europa hat die EZB in diesem Jahr das systemische Risiko zwar deutlich reduzieren aber nicht vollständig aus der Welt schaffen können. 2013 stehen in Deutschland  und in Italien  Wahlen an, die die europäische Politik maßgeblich beeinflussen werden. Vor den deutschen Wahlen ist mit größeren Maßnahmen zur Bankenregulierung und Fiskalunion nicht zu rechnen; über Reformen in Italien wird erst nach der dortigen Wahl gesprochen werden können.

„Stolperfalle Fiscal Cliff“ könnte die Weltwirtschaft ernsthaft ins Trudeln bringen

Neben dem Stillstands-Szenario besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Weltwirtschaft in eine Krise stürzt. Krisenherde liegen neben Europa – wenn hier auch deutlich abgeschwächter als noch im Dezember 2011 – in den USA und im Mittleren Osten.

Wenn die größte Volkswirtschaft der Welt keine nachhaltige Lösung für das Fiscal Cliff und die Schuldenobergrenze findet, erhöht sich die Gefahr eines umfassenden Abschwungs. Im Mittleren Osten ist das Risiko eher politischer Natur und verbunden mit einer potenziellen, massiven Erhöhung des Ölpreises. Zusammen mit der daraus folgenden Rezession in den Industriestaaten und einer Bankenkrise in Europa könnte die „Stolperfalle Fiscal Cliff“ die Weltwirtschaft ernsthaft ins Trudeln bringen.

Auf der anderen Seite sehen wir eine Wahrscheinlichkeit für ein anziehendes Wachstum der Weltwirtschaft, wenn die Kreditvergabe – vor allem in den USA – höher ausfällt als erwartet. Ausschlaggebend dafür würden die weitere Erholung des Immobilienmarktes sowie die Verbesserung der Situation der US-Banken sein – diese Faktoren gilt es, im Blick zu behalten.

Das Szenario „Wirtschaft auf der Überholspur“ würde noch verstärkt, wenn es in den Emerging Markets weiterhin aufwärts geht, in Europa das Wachstum anzieht und dort erfolgreiche Banken- und Fiskalreformen stattfinden.

Lesen Sie hier den vollständigen Text mit vielen anschaulichen Infografiken:

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