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Aufschlag der indischen Badminton-Spielerin Sindhu Pusarla: Indien hat jüngst China als wachstumsstärkste Volkswirtschaft abgelöst. | © Getty Images

Ausblick 2019 von Capital Group Viele Gründe für Optimismus bei Schwellenländeraktien

Das vergangene Jahr war nicht einfach: Emerging-Market-Aktien hatten 2018 mit Problemen zu kämpfen. Sie litten unter länderspezifischen Schwierigkeiten, steigenden Zinsen in den USA, dem starken US-Dollar, der schwächeren Weltwirtschaft und Störungen des Welthandels. Zwar erwartet Kent Chan, Investmentspezialist bei Capital Group, aufgrund der höheren US-Zinsen, der Handelskonflikte sowie länderspezifischer Probleme auch weiterhin Volatilität, doch gibt es auch Gründe für Optimismus und langfristiges Wachstum – insbesondere in Asien.

„Das Weltwirtschaftsumfeld dürfte günstig bleiben, da China seine Geldpolitik lockert und die USA eine expansive Fiskalpolitik betreiben. Unterdessen haben die Notenbanken Japans und Europas keine Eile, die Zinsen zu erhöhen, da die Inflation sehr niedrig bleibt. Der Unternehmensgewinnausblick bleibt gut“, sagt Chan. Der Experte geht davon aus, dass die Gewinne der Schwellenländer-Unternehmen im Jahr 2019 zweistellig wachsen werden.

Niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis

Hinzu kommen die günstigeren Bewertungen. Der Abschlag von Schwellenländer-Aktien gegenüber Titeln aus Industrieländern liegt heute deutlich über dem Zehnjahresdurchschnitt – und das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist derzeit so niedrig wie seit 2015 nicht mehr, also kurz bevor Anfang 2016 die jüngste Schwellenmärkte-Hausse begann.

Im Vergleich zu den USA scheinen die Bewertungen besonders günstig. Das relative KGV gegenüber dem S&P 500 nähert sich den Tiefstständen während der Finanzkrise 2008 und nach der Bekanntgabe der US-Notenbank vom Mai 2013, ihre Anleihekäufe zu reduzieren, was eine Schockwelle an den globalen Finanzmärkten auslöste (Taper Tantrum).

Viele Wachstumsträger in der Pazifikregion

Manche Schwellenmarkt-Risiken haben mehr mit länderspezifischen und gesamtwirtschaftlichen Problemen zu tun und weniger mit den Unternehmen selbst. Unsere Portfoliomanager glauben daher, dass es in der Pazifikregion langfristig chancenreiche Aktien gibt – von Unternehmen, die vom technologischen Wandel und dem anhaltenden Wachstum profitieren“, erklärt Chan.

Aus seiner Sicht sind die Schwellenmärkte zweigeteilt: Manche Länder sind innovativ und stabil, während andere stark vom Rohstoffzyklus abhängen und unter politischer Unsicherheit leiden. „Die Marktstruktur hat sich zugunsten asiatischer Technologie- und Konsumgebrauchsgüterunternehmen verschoben.“ Einige dieser Titel sind heute die größten Werte im MSCI EM Index. Zudem werden Titel aus Festland-China, A-Shares, jetzt in den Index aufgenommen. Nicht zuletzt hat Indien nach einer Reihe von Reformen China als wachstumsstärkste Volkswirtschaft abgelöst. Gute Aussichten also für Schwellenländer – und ihre Investoren.

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