Karen Schmidt (Chefredakteurin)Lesedauer: 3 Minuten

Ausblick auf das Versicherungsjahr 2019 „Ein Provisionsdeckel hätte negative Folgen für Vermittler“

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Was wünschen Sie sich 2019 vom Gesetzgeber?

Die Versicherungsbranche musste in den vergangenen Jahren sehr viele nationale und europäische regulatorische Vorgaben umsetzen. Insofern wünsche ich mir nun wieder mehr Zeit für die Kundenberatung und den Vertrieb, also eine regulatorische Pause.

Dies wird aber wohl ein frommer Wunsch bleiben, da insbesondere auf europäischer Ebene eine Vielzahl von Initiativen in Vorbereitung ist. Insofern wird vorerst leider keine Ruhe eintreten. Ich sehe die große Gefahr, dass es hier zu einer absoluten Überregulierung kommt.

Wird die Digitalisierung 2019 nochmal einen ordentlichen Schritt voran gehen?

Ja, die Digitalisierung wird eines der beherrschenden Themen bleiben. Das gilt sowohl für die Anbindung der Vertriebspartner als auch für das Kundenerlebnis. Der Kunde erwartet heute im Netz maximalen Komfort. Heute ist es der Kundenkomfort der Loyalität schafft.

Die Gothaer setzt dabei auf eigene Tools wie Beratungs-Apps, Online-Kundenportale oder eine Gesundheits-App, aber auch auf Kooperationen mit Start-ups wie Emil im Kfz-Bereich oder Hepster in der Sachversicherung.

Planen Sie neue Produkte für 2019?

Wir werden 2019 wieder in allen Sparten mit Neuerungen aufwarten. Die Bandbreite reicht hier von neuen Lösungen im Privatkundenbereich in der Sachversicherung über neue Zusatzversicherungen in der Krankenversicherung bis hin zum Bereich betriebliche Krankenversicherung.

Welchen Tipp würden Sie Versicherungsmaklern & Co. für 2019 mit auf dem Weg geben?

Qualifizieren und in Technik investieren. Beratungskompetenz auf der einen und effiziente Prozesse auf der anderen Seite sind entscheidende Erfolgskriterien.

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