Ausblick auf zweite Jahreshälfte Welche 3 Faktoren den Goldpreis jetzt beeinflussen

Politik im Kreise seiner Wirtschaftsexperten: US-Präsident Donald Trump ordnete am 22. März in einem Memorandum an, dass eine Expertenabteilung ein Konzept für Strafzölle auf chinesische Waren erarbeiten soll. Solche Form von Protektionismus lässt die Inflationsrate steigen | © Getty Images

Politik im Kreise seiner Wirtschaftsexperten: US-Präsident Donald Trump ordnete am 22. März in einem Memorandum an, dass eine Expertenabteilung ein Konzept für Strafzölle auf chinesische Waren erarbeiten soll. Solche Form von Protektionismus lässt die Inflationsrate steigen Foto: Getty Images

Allzu gut sieht es für Gold derzeit wirklich nicht aus. Von einem hübschen Hoch bei etwa 1.350 US-Dollar Mitte April ging es auf rund 1.230 Dollar abwärts. Das sind fast 9 Prozent. Allerdings legte in derselben Zeit der Dollar gegenüber dem Euro um gut 6 Prozent zu. Die gute alte gegenläufige Entwicklung von Goldpreis und Dollar scheint – nach einigen Pausen – wieder zu funktionieren.

Und nun? Das World Gold Council hat sich in einer Studie damit befasst, wie es weitergeht – und dabei drei Hauptfaktoren ausgemacht. Wundert es jemanden wirklich, dass alle drei für einen steigenden Goldpreis sprechen sollen? Egal, hier sind sie.

Wirtschaftswachstum

Nachdem sich China von einer hersteller- zu einer verbrauchergetriebenen Wirtschaft wandelt, sollte die Konjunktur nun stabiler verlaufen, erwarten die Analysten. Diese Sicherheit könne dem lokalen – ziemlich großen – Schmuckmarkt helfen und damit den Goldpreis stützen.

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Für Indien – inklusive seinem riesigen, traditionellen Schmuckmarkt – sind die Studienautoren ebenfalls optimistisch. Die Wirtschaft sortiere sich gerade von einem kaum regulierten, von Bargeld dominierten in ein ordentliches transparentes System neu. Der Lohn: Mit einer Rate von fast 7,7 Prozent im ersten Quartal 2018 wachse Indiens Bruttoinlandsprodukt so schnell wie kaum ein anderes auf der Welt. Gut für die dortige Nachfrage nach güldenem Geschmeide.

Auch für die USA erwarten die Autoren einen weiter stabilen Schmuckmarkt. Im Gegensatz zu Europa, was insbesondere an der Politik liege.

Dollar

Die kürzliche Stärke des US-Dollars liegt laut Studie an zwei Dingen: 1. An der weiterhin sehr losen Geldpolitik im Rest der Welt. 2. An der Annahme, dass vor allem die USA – zumindest kurzfristig – vom Zollknatsch profitieren werden.