Ausgangssperre für Immobilienanlege

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IMMOBILIENFONDS: Die Mobilität der Investoren trifft das immobile Betongold mit voller Wucht. Bis Redaktionsschluss haben bereits zehn Anbieter insgesamt dreizehn offene Immobilienfonds eingefroren. Anleger können voraussichtlich bis Ende Januar kommenden Jahres keine Anteile mehr zurückgeben.

Grund: Vor allem Dachfondsmanager und Vermögensverwalter haben im Oktober massiv Gelder aus der bis dahin wertstabilen Anlageklasse abgezogen und die Fonds damit an die gesetzlich vorgeschriebene Mindestliquiditätsquote von 5 Prozent getrieben. Um handlungsfähig bleiben, müssen sie die Tore vorübergehend schließen.

Die Auslöser der Ausstiegswelle: Einerseits leiden Dachfondsmanager und Vermögensverwalter ebenfalls unter hohen Abflüssen und müssen für ausreichend Liquidität sorgen. Andererseits dürften viele inzwischen an der dauerhaften Wertstabilität der Immobilienfonds zweifeln. Während die Aktienmärkte die Talfahrt der Wirtschaft bereits eingepreist haben, erzielten offene Immobilienfonds im Schnitt ein Plus von 5,1 Prozent seit Jahresanfang. Jetzt denken Branchenvertreter darüber nach, wie die erst seit diesem Jahr geltenden neuen Regeln zur Rücknahme von Anteilen verschärft werden können. 

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