Ausgebrannt

Burnout bei EZB-Beschäftigten

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Jeder dritte EZB-Mitarbeiter fühlt sich vom Burnout betroffen oder bedroht. Ein weiteres Drittel der Beschäftigung leidet unter Erschöpfung. Das ergab eine Mitarbeiterbefragung, die die Personalvertretung der Aufsichtsbehörde im vergangenen Jahr durchgeführt hat. 

Grund dürfte die prekäre Beschäftigungssituation der meisten Mitarbeiter der Finanzaufsicht sein. Von den insgesamt 3.800 EZB-Beschäftigten dürften gerade einmal 1.220 einen unbefristeten Arbeitsvertrag haben, zitiert das Handelsblatt eine Schätzung der EZB-Gewerkschaft Ipso. Demnach haben zwei Drittel der Mitarbeiter keinen sicheren Job; viele von ihnen bekommen mehrere aufeinanderfolgende Zeitverträge. Die EZB selbst spricht laut Handelsblatt nur von 1044 befristeten Kontrakten, 280 Leiharbeitern und 372 Mitarbeitern mit Kurzzeitverträgen. 

Doch ob 1.000 oder 2.500 Mitarbeiter betroffen sind: Die Folgen der unsicheren Berufssituation sind verheerend. Die Mitarbeiter fühlen sich wehrlos gegenüber ihren Vorgesetzten, trauen sich kaum, diesen mal zu widersprechen. „Man weiß: Wenn man irgendwo aneckt, kicken sie dich raus“, zitiert das Handelsblatt eine EZB-Mitarbeiterin mit befristetem Vertrag.

Doch die EZB-Mitarbeiter sind nicht die einzigen Finanzspezialisten mit einem Burnout-Problem. Denn die Volkskrankheit trifft gerade die Finanzbranche besonders hart. Warum das so ist und wie Angestellte und Selbständige dagegen vorgehen können, finden Sie hier 

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