Ausgelöst durch Kursrutsch bei Bundesanleihen

„Ausverkauf an Staatsanleihe-Märkten nur ein schwarzer Schwan“

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Der kurzfristige Ausverkauf an den Anleihemärkten wird die langfristigen Prognosen für den Anleihemarkt nicht beeinflussen und ist damit nur als ein Störfall anzusehen. Bei den Treasuries, den Bundesanleihen, den japanischen Staatsanleihen und den australischen Bonds sind die Kurse am Freitag wieder gestiegen. Die höchsten Renditen dieses Jahres hatten Investoren zurück in den Markt gelockt. Jedoch sollte jeder, der jetzt Anleihen kauft, vorsichtig sein, da es nach dem monatlichen Arbeitsmarktbericht aus den USA erneut zu einem Renditeanstieg kommen könnte, argumentiert SocGen.

Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen war am Donnerstag um bis zu 19 Basispunkte auf 0,78 Prozent geklettert - der höchste Wert seit dem 8. Dezember. Vor weniger als einem Monat lag die Rendite noch auf einem Rekordtief bei 0,049 Prozent.

“Wir sehen das derzeitige Debakel als hauptsächlich technisch an”, schrieben die Analysten um Vincent Chaigneau, weltweiter Leiter Strategie Zinsen und Währungen bei SocGen, am Donnerstag in einer Mitteilung an Kunden. Jedoch sollten Investoren nicht den Helden spielen wollen und ins fallende Messer greifen, sondern auch an Umschichtungen oder bedingte Transaktionen denken.

Den Begriff “schwarzer Schwan” hat der Autor und Investor Nassim Taleb geprägt. Er bezeichnet damit ein extrem unwahrscheinliches Ereignis, das überraschend eintritt und transformatorische Folgen hat.

Die Zuversicht von Société Générale im Hinblick auf den langfristigen Ausblick für Bonds bedeutet gleichwohl nicht, dass es sicher ist, jetzt zu kaufen. “Wir glauben weiterhin, dass die Risiken in Richtung eines Ausverkaufs verzerrt sind, wenn die Daten überraschend stark ausfallen”, schrieben die Analysten.

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