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Frau am PC: Digitalisierung im Ausschließlichkeitsvertrieb zahlt sich sowohl für Vermittler als auch für Versicherer aus. | © Pexels

Ausschließlichkeitsvertriebe

4 Versicherer mit der besten digitalen Unterstützung

Ausschließlichkeitsvermittler wünschen sich mehr Digitalisierung bei ihren Versicherern. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie der Strategieberatung Sirius Campus zusammen mit dem IT-Dienstleister Adesso. Dabei wurden mehr als 1.100 Versicherungsvermittler von 22 Versicherern befragt.

Die Realität sieht jedoch anders aus. Nur vier der 22 untersuchten Ausschließlichkeitsvertriebe ermöglichen ihren Vermittlern eine voll digitale, also papierlose Prozessbearbeitung in mehr als 60 Prozent aller Geschäftsvorfälle. Bei den Spitzenreitern Concordia und Arag sind das sogar jeweils knapp 70 Prozent, bei der Mecklenburgischen und der Nürnberger Versicherung immerhin 64 beziehungsweise 61 Prozent. Das ist eine fast doppelt so hohe Digitalisierungsquote im Vergleich zu den Schlusslichtern der Branche, die nur auf rund 35 Prozent kommen.

Als wichtigste Gründe für ihre Forderung nach mehr Digitalisierung seitens der Versicherungsagenturen nennen Vermittler mehr Zeit für die Kundenberatung sowie höhere Cross-Selling-Dichte.

8 zusätzliche Abschlüsse pro Jahr

Von 18 untersuchten digitalen Unterstützungsangeboten für Versicherungsagenturen wirken sich eine Online-Bedürfniserfassung für Kunden vor dem Beratungsgespräch und eine digitale Schadenerfassung besonders positiv auf die Neukundengewinnung aus. Mit zunehmender Nutzungshäufigkeit dieser Instrumente gewinnen Vermittler 18 beziehungsweise 16 Prozentpunkte mehr Neukunden im Vergleich innerhalb einer Vertriebsorganisation.

Insbesondere für den Abschluss von Lebens- und Krankenversicherungen zahlt sich eine papierlose Beratung mit acht zusätzlichen Abschlüssen pro Jahr aus.

Ohne digitale Kundenakte geht nichts

Vor allem bei automatischer Erzeugung von Verkaufsimpulsen in der Beratungs- und Agentursoftware haben viele Versicherer Nachholbedarf. Denn mit einem Drittel (32 Prozent) sind besonders viele Vertreter mit dieser Digitalfunktion ihrer Gesellschaft unzufrieden. Nur Allianz, Debeka, Ergo, HUK-Coburg, LVM und Württembergische Versicherung (in alphabetischer Reihenfolge) können 80 Prozent und mehr ihrer Vertriebspartner mit den automatisierten Verkaufsimpulsen zufriedenstellen.

Eine digitale Kundenakte nutzen bereits 64 Prozent aller Vertreter häufig, weitere 20 Prozent manchmal. Gerade der digitale Zugriff auf Kundenverträge und -dokumente sowie eine digitale Unterschrift, ein digitales Rabattkonto und eine digitale Schadenerfassung werden am häufigsten vermisst, wenn diese nicht vom Versicherer angeboten werden.

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