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AWD berät Borussia Dortmund

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Wie AWD mitteilte, umfasst die Kooperation die Beratung der Mitarbeiter im Verein und den dazugehörigen Gesellschaften. Ein bAV-Team mit den Spezialisten Thomas Frenzel und Thorsten Schöcke sei dafür aufgestellt. Beide Berater seien im Bereich der Beratung von Berufsspielern und Mitarbeitern in Bundesligavereinen entsprechend bewandert. Zusätzlich soll AWD für den BVB prüfen, ob das bestehende Sachversicherungspaket zu günstigeren Konditionen angeboten werden kann. „Wir bieten unser Know-how in Fragen von Altersvorsorge und Absicherung und die Borussia bietet uns ausgezeichnete Möglichkeiten, unsere Dienstleistung einem breiten Publikum zu zeigen", erklärt Rolf Wiswesser, Vorsitzender der Geschäftsführung AWD Deutschland GmbH. AWD war bislang eher für Sport-Sponsoring bekannt – die Arena des BVB-Bundesligakonkurrenten Hannover 96 trägt den Namen des Finanzvertriebs – als für die Beratung von Fußballern und Vereinen. In diesem Segment hat sich Branchenkonkurrent MLP über eine Kooperation mit der Spielergewerkschaft VDV eine gewisse Marktstellung erarbeitet. Ansonsten ist das Segment von wenigen hochspezialisierten Beratungsunternehmen geprägt (DAS INVESTMENT.com berichtete). AWD war kürzlich vor Gericht dem Branchenkonkurrenten Deutsche Vermögenberatung (DVAG) beim Streit um Werbebotschaften unterlegen und hatte erklärt, in die Berufung zu gehen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (DAS INVESTMENT berichtete). Derzeit wird in den AWD-Mitteilungen nach wie vor der gerichtlich untersagte Terminus „unabhängiger Finanzdienstleister“ verwendet. Auch die DVAG, für die Ex-Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher wirbt, ist eine Kooperation im Fußball eingegangen. Partner ist der Württembergische Fußballverband (WFV). Wie der Finanzvertrieb mitteilte, werde er sich im Zuge der Kooperation nicht nur finanziell engagieren, sondern vor allem das Know-how ihrer Vermögensberater dem WFV und insbesondere den Vereinen vor Ort zur Verfügung stellen. Eine Partnerschaft der DVAG mit dem Bayerischen Fußballverband existiert bereits. Ab kommendem Jahr 2010 soll mit dem WFV unter anderem ein gemeinsamer „Ü40-Cup“ ausgerichtet werden, um Spielern auch nach Abschluss ihrer aktiven Fußballkarriere ein attraktives Wettkampfangebot im Turniermodus zu bieten.

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